* Startseite     * Über...     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



Photobucket - Video and Image Hosting

* Themen
     fotografieren
     live
     diesunddas
     tanzen
     wissenswert
     lecker
     drabbles
     schreiben
     inspirieren
     entspannen
     pst
     verlinkt

* mehr
     Logos
     Webringe





100 Worte = 1 Drabbles

~~~~~~


Burgfräulein

Ein weiterer Schauer Eiseskälte kroch durch meinen Körper, während mir die Halme des Strohbettes den Rücken zerstachen.

In den nächsten acht Jahren wird dies mein Gefängnis bleiben. Dann verheiratet mich mein Vater mit dem Sohn eines reichen Feudalherrn.
In seiner Burg sperrt er mich in eine Kammer, in der ich für den Rest meines Lebens die nassen Steine der Wände anstarre und seine Kinder gebäre.
Ich stand auf und sah hinaus zu den Raubvögeln, die hoch über den Feldern der Bauern ihre Kreise zogen.
Dann senkte sich mein Blick zum Burggraben und ich fasste einen Entschluss: Ich werde schwimmen lernen.

~~~~~~


Einen schönen Sonntag

salzi
28.9.08 16:42


Nutria, die Biberratte am Heiligenhauser Abtskücher Teich

Welch possierliche Tierchen in unserem Abtskücher Teich leben:



Doch manchmal, vom Freßtrieb ergriffen,
verwandeln sich Nutrias in Monster
mit langen, roten Zähnen, ...



…mit denen sie die erbeutete Karotte zerlegen und genüsslich verputzen.



Viele liebe Grüße

salzhering

3.7.08 20:41


Die 6. Leselampe

Photobucket

Wir freuen uns auf Euch!

salzhering
4.6.08 19:51


Von gefallenen Engeln und Kaktusköpfen

Es gibt gute Gründe, einen stillgelegten Blog zu entstauben. Hier ist einer davon:

Lesung der VHS-Schreibwerkstatt Velbert
"Von gefallenen Engeln und Kaktusköpfen"


Wenn bildende Kunst und Literatur aufeinanderprallen, entsteht knisternde Energie.

Odilon Redon hat mit seinen Gemälden ein Feuerwerk an schillernden Ideen in uns entzündet, die wir Euch am Sonntag präsentieren werden.

Am Sonntag, 25. Mai 2008 um 11 Uhr
im VHS-Haus Nedderstraße 50 in Velbert

Eintritt: 6 EUR


Wir freuen uns auf Euch!

Viele liebe Grüße
salzhering
19.5.08 21:13


Happy New Year!

Ein verspätetes Frohes Neues Jahr Euch allen

Zu Weihnachten bekam ich von meiner Schwiegermutter ein Tagebuch geschenkt: 365 Tage Kunstgenuss.

Als ich heute den 7. Januar aufschlug und das Gemälde auf der rechten Seite sah, spürte ich die Kälte unter meinen dicken Pulli kriechen. Der eisige Himmel über "The Road to Louveciennes" von Camille Pissarro ist ein erfrischender Gegensatz zu dem seltsamen Bild, das sich dieser Tage hinter meinen Fenstern bietet.

Was Edgar Allan Poe zum heutigen Tage zu sagen hat, möchte ich auch mit Euch teilen:

Kunst ist die Wiedergabe dessen,
Was die Sinne in der Natur durch
den Schleier der Seele erkennen.


Einen schönen Abend

salzhering
7.1.08 19:32


Die verflixte Ich-Perspektive

Liebe Leute!

Zu meinem letzten Beitrag ist eine interessante Frage aufgekommen: Haben Sol Stein und seine Kumpels mal einen Bestseller verfasst? Aber… sind denn ihre Schreibratgeber keine Bestseller?

Doch habe ich mir irgendwann die gleiche Frage gestellt: Wo sind die Romane dieser Meister der Schreibkunst? In "Aufzucht und Pflege eines Romans" zeigt Sol auf, wie umwerfend die Ich-Perspektive sein kann, indem er sich stolz selbst zitiert. Also entschied ich mich, Thomassy kennen zu lernen und kaufte mir den spannenden Roman "Tür an Tür".

Die junge Francine wurde in ihrer Wohnung von ihrem Nachbarn vergewaltigt und sucht nun Hilfe bei George Thomassy, dem besten Anwalt von Westchester County.

Stein lässt all seine Figuren - 10 an der Zahl - persönlich zu Wort kommen. Mal steckt man im Vater der jungen Frau, mal im Anwalt, mal im Vergewaltiger usw. Zwischendurch sorgen Polizeiberichte für Auflockerung - ebenfalls Ich-Perspektive.

Zunächst war ich etwas verwirrt, da man mit dem Kapitelwechsel auch gleich in einer anderen Figur steckte, doch je weiter ich mich durch den Roman las, um so intensiver erlebte ich die Gefühle der Figuren. Ich glaube nicht, dass Sol Stein das gleiche Ergebnis mit der dritten Person erreicht hätte.

Um ein wenig abzuschweifen: Ein anderes Bespiel für die amüsante Ich-Perspektive ist "Der Fänger im Roggen" von J.D. Salinger, eine exzellente Buchempfehlung Pias. Zwar hat er keine Schreibratgeber herausgegeben, aber auch ein Roman kann vor Schreibtipps nur so strotzen.

Der 16jährige Holden Caulfield erzählt im Jugendslang über seine Erlebnisse kurz vor Weihnachten 1949. Der Protagonist wirkt etwas dümmlich, dennoch ist er überaus liebenswert, vor allem wenn er über seine kleine schlaue Schwester Phoebe erzählt.

Warum nicht mal ausprobieren? Meine Kurzgeschichten sind eh fast ausschließlich in der Ich-Perspektive geschrieben. Doch wirkt auch ein Phantasy-Roman in dieser Perspektive? Ich probierte ein paar Seiten aus der Sicht meines Protagonisten Jarno, dann schrieb ich es in die dritte Person um. Schade, letzteres hat mir besser gefallen.

Trotzdem halte ich mir ein Hintertürchen offen: Im Laufe meines Romans wird Jarno Helfer finden, die ihm aus der Vergangenheit erzählen. Da ist sie wieder, meine Ich-Perspektive!

Einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertagsabend

salzi
27.12.07 00:11


Happy Holidays

Photobucket

Nachdem es mir nicht gelungen ist, meinen kitschig leuchtenden Tannenbaum zu posten, präsentiere ich die knutschenden Herr und Frau Weihnachtsmann.

Zu später bzw. früher Stunde
am zweiten Weihnachtstag
sende ich Euch allen herzliche Weihnachtsgrüße!

Alles Liebe und Gute

salzi
26.12.07 00:53


Plotten - Ein Patentrezept?

Hallo Ihr Lieben,

Leider hab ich noch nie einen professionell geschriebenen Plot gesehen. Das, was ich meinen Plot nenne, ist eine Liste mit allen wichtigen Ereignissen, die ich im Laufe der Geschichte abarbeiten möchte.

Ich bin folgendermaßen vorgegangen:

Der Protagonist hat einen dringenden Wunsch. Der Antagonist muss einen ebenso dringenden Wunsch haben und der sollte dem Wunsch des Protagonisten im Wege stehen.

Jarno, mein Protagonist, will die Menschen vor den Vampiren retten. Leider sagt eine Prophezeiung, dass er dazu selbst zu seinem größten Feind - einem Vampir - werden muss. Das will er mit allen Mitteln verhindern, da er die Vampire abgrundtief hasst.

Sein offensichtlicher Feind ist Morut, der älteste, noch lebende geborene Vampir. Natürlich will er überleben und seine Macht ausbauen.

Jarno findet im Laufe der Geschichte heraus, dass er noch weitere, viel mächtigere Feinde hat, die seinen innigsten Wunsch, die Prophezeiung und somit sein Schicksal zu verändern, untergraben.

So bewaffnet wagte ich mich an mein erstes Kapitel. Niko & Holger, vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Geburtsszene. Ich habe sie von Grund auf verändert und Pia zum Probelesen gegeben. Leider zeigte sie mir logisch auf, dass ich es trotzdem noch nicht bis zum Ende durchdacht hatte.

Also wieder von vorn. Ich schrieb einen Plot für das erste Kapitel und stellte mir dabei folgende Fragen:

- Was will jede einzelne Figur?
- Welches Verhältnis haben die Figuren zueinander?
- Wo sind die Konflikte zwischen den Figuren?
- Worum geht es? Was ist das Ziel des Kapitels?
- Wie sieht die Welt aus, in der wir uns befinden?
- Woran glauben die Figuren?
- Welche Wesen gibt es in dieser Welt?

Ob das so gut ist, weiß ich noch nicht. Ich bin noch beim Umschreiben. Bin gespannt, was Pia zu meinem nächsten Entwurf sagt.

Gute Nacht
salzi
21.12.07 23:44


Neuauflage

Mein Romantagebuch

Zwar ist es reichlich angestaubt, aber es wäre doch gelacht, wenn ich das mit ein bisschen Puste nicht wieder in Ordnung bringen könnte. Wichtig ist nicht, wie vergilbt die Seiten sind, sondern was man darauf schreibt oder was darauf geschrieben steht.

Irgendwer im www kann sich sicher noch erinnern, dass ich vor Urzeiten einmal an einem Romanprojekt gearbeitet habe: Lamia

Man mag es kaum glauben, aber Lamia ist von den Toten auferstanden.
Für eine Vampiresse grenzt das schon an ein Wunder.

Nachdem ich in den verschwiegenen Monaten Dokument um Dokument in meinem Laptop gesichtet, zusammengeführt oder gelöscht habe, Seite um Seite in meinem Skizzenbuch durchforstet, abgeschrieben oder einfach verworfen habe, bin ich zum xten Mal zu der Erkenntnis gekommen, dass ich die Geschichte von vorn aufrollen muss.

Und wieder fragte ich mich: Wie zum Teufel erstellt man einen Plot? Und wenn man ihn hat: Darf man ihn revidieren und wenn ja, wie oft? Wie hält man seine Figuren unter Kontrolle und wie geht es, dass jede Szene so spannend ist, dass man die nächste unbedingt schreiben möchte? Zwingt uns das zu dem Umkehrschluss, dass jemand anderes die nächste Szene dann auch unbedingt lesen möchte?

In den Büchern von Sol Stein, Fritz Gesing und anderen Ratgebern fand ich ein paar Antworten, aber sie bereiteten mir auch neue Kopfschmerzen.

Ich muss eine Prämisse festlegen, die ich im Laufe meiner Geschichte beweisen soll.

Was soll denn nu dieser Blödsinn? Ich will eine Geschichte erzählen.
Doch je mehr ich über meine Geschichte nachdachte, desto stärker kristallisierte es sich heraus: Der innigste Wunsch meines Helden ist die Prämisse der Geschichte.

Jeder ist seines Schicksals Schmied.

Schön, dass meine Vampiresse wieder auf Erden wandelt.

Gute Nacht
salzhering
16.12.07 21:55


Under Construction

Liebes www

Nachdem ich seit Monaten nichts mehr an meinem Blog gemacht habe, ist es mir heute gelungen, mein Hintergrundbild unwiderruflich zu löschen. Schade, dass ein salzhering seinen Ozean zum Leben braucht.

Doch bevor ich in dieser undurchdringlichen Schwärze ersticke, werde ich mit allen Flossen schlagen, um bald entweder einen kitschigen Weihnachtsbaum oder meinen Ozean zu präsentieren.

Meinen Abonnenten möchte ich schon jetzt mein Beileid ausrichten, sollte ich sie durch den Blog-Umbau mit Infomails zuspammen. Leider kann ich das nicht abstellen.

Zusammen mit meinen beiden Weihnachtskätzchen wünsche ich Euch eine fröhliche Vorweihnachtszeit.

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Wir alle hatten sehr viel Spaß beim Schießen dieser Fotos, auch wenn manche von uns ein anderes Gesicht machen.

salzhering
12.12.07 21:12


Ein strahlender Sommertag

Danke für den schönen Tag.

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket



Makrofotografie ist faszinierend...

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Gute Nacht

Sandra
4.8.07 23:06


Gelbe Blume

Ich weiß schon genau, was ich mir zu Weihnachten wünsche: Ein Buch über Blumen und Insekten im Bergischen Land. Ob es sowas gibt?

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Mit diesem Blümchen wünsche ich allen ein zauberhaftes Wochenende - der Sommer soll endlich kommen.

Viel Spaß!

Sandra
3.8.07 22:55


Hauswinkelspinne

Man nehme Daumen und Zeigefinger und forme daraus ein O. So groß ist die Spinne auf dem Foto. Natürlich nur, wenn man meine Hand- und Fingergröße zugrunde legt.

Ob das eine Hauswinkelspinne ist? Weiß das jemand?


Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Ich danke noch einmal ganz herzlich Mutter, Schwiegereltern und Baldehemann für das tolle Geschenk.

Einen wunderschönen Abend Euch allen

Sandra
2.8.07 20:59


Ein neues Spielzeug


















Einen schönen Sonntag Euch allen

salzhering
15.7.07 18:54


War's das?

Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für all Eure Glückwünsche

Bis ich gelernt habe, was ein Podcast ist und wie es funktioniert präsentiere ich meine Leselampe-Erzählung zum Selberlesen.

Viel Spaß & ein tolles Wochenende Euch allen

Sandra



~~~


War's das?
Ja, ich glaube, das war's!
Ich sehe mein Leben vor meinem inneren Auge ablaufen.

Das da bin ich!
Wo, fragen Sie?
Sehen Sie die Brünette in dem engen Schwarzen?
Na ja, ich bin nicht direkt die Brünette.
Mich finden Sie etwas weiter unten.
Sehen Sie ihre Schuhe? Da bin ich… ehm… wir.
Damals waren wir noch ein Paar.
Hier sehen Sie eines unserer Turniere.

An die Brünette erinnere ich mich gut. Wir tanzten den Tango und sie hatte erfreulicherweise ihre Mitte gefunden. Sie strapazierte meinen Absatz nicht unnötig.
Ohne Neid: Sie war eine herausragende Tänzerin.
Und das verdankt sie nur mir!

Sehen Sie diese Schlusspose?
Schauen Sie sich ihre Fesseln an! Nur mein fein geschwungener Absatz lässt diese Elefantentatzen zierlich wirken.

Ach, mir wird ganz warm ums Riemchen, wenn ich meinen Linken sehe.
Wissen Sie, wir haben damals immer gewettet, ob wir diese Turniere gewinnen würden oder nicht.
Der Einsatz war immer der gleiche: Dem Gewinner gehörte in der nächsten Nacht der mit Samt ausgelegte Schuhkarton ganz alleine.
Die Turniere gewannen wir immer.
Und ich verlor immer die Wetten.
Warum, fragen Sie?
Ich verrate Ihnen ein kleines Geheimnis.
Am kleinen Zeh des linken Fußes unserer Brünetten wuchs ein nässender Fußpilz.
Wenn ich mich an den Geruch meines Linken zurückerinnere, kann ich nicht behaupten, dass ich jemals wirklich verloren habe, wenn ich draußen schlafen musste.
Insbesondere, nachdem uns unsere Brünette zuvor stundenlang misshandelt hatte.
Sie watete mit unseren vom Turnier zerschundenen Wildledersohlen durch Champagner.
Und je später der Abend, umso mehr kämpfte die Brünette um ihre kostbare Mitte und strapazierte unsere Absätze.

Wie naiv wir damals waren. Wir glaubten an das Märchen, dass Tänzer die Schuhe ewig in Ehre hielten, mit denen sie einen Sieg ertanzt hatten. Das war angeblich auch der Grund, warum sie uns zu ihren Siegesfeiern nicht auszogen.

Ja, was glauben Sie wohl?
Unsere Brünette war zu faul, sich dem Anlass entsprechend Badelatschen anzuziehen. Und so durften wir am eigenen Leibe erfahren, dass Champagner manchmal nicht nur die Zunge, sondern auch die sensiblen Nähte exklusiver Schuhe löst.
Und da waren sie plötzlich: Die Anzeichen, von denen ich glaubte, dass ich sie niemals sehen würde.
Neue Schuhe! Silbern glänzend standen sie da mit ihrem Fußrücken-Strass-Steg.
Gott, wie kitschig!

Wir wurden an eine Blondine verschenkt.
Eine Blondine, die nicht tanzen konnte.
Ständig kratzte sie unsere Sohlen auf, in der Hoffnung, das stumpfe Leder würde ihre Schrittfolgenfehler in strahlende Posen verwandeln.
Weil sie trotzdem aufgrund ihrer unkoordinierbaren Hampeleien über ihre eigenen Füße stolperte, trat sie uns!
Wütend stapfte sie auf den Boden und wenn sie besonders erregt war, trampelte sie auf den Schuhen ihrer Tanzpartner herum.

Als wir schließlich beim Tango wegrutschten, war selbst mir klar, dass sich etwas ändern musste.
Die Blondine änderte etwas.
Mein Linker und ich, wir flogen quer durch den Saal und rutschten unter eine Heizung.
Spinnweben klebten an mir.

Später spürte ich jemanden an meinem Riemchen.
Wir wurden gefunden und beim Hinausgehen in einen Mülleimer fallengelassen.
Kurz darauf wühlte ein Mann im Müll.
Er verschenkte uns an eine Rothaarige.
Sie rümpfte die Nase.
Es war empörend!
Frauen gerieten bei unserem Anblick gewöhnlich in Verzückung.
Erfreulicherweise besaß diese Göre zumindest genug Anstand, uns anzuziehen.
Krümel klebten an ihrer Fußsohle und zwischen ihren Zehen hingen Fusseln.
Wenigstens stank nicht!

Dafür stank der Ort, an dem sie tanzte.
In meiner bierdurchtränkten Sohle steckte der Splitter einer Flasche.
Meine wenigen, noch verbliebenen Nähte lösten sich langsam auf.

Bereits nach einem Tanz führte ihr Partner unsere Rothaarige von der Bühne durch den Tanzsaal in den hinteren Bereich dieses Etablissements, in dem man sich in Separees zurückziehen konnte.
Doch wir gingen weiter, den Flur entlang zum Hinterausgang.
Wir stiegen in ein Auto.
Weicher Teppichboden streichelte meine gequälten Sohlen.

Als wir wieder anhielten hörte ich in der Ferne einen Hund kläffen; vor uns war ein Kiesweg und als ob das alles nicht reichen würde, blutete die Rothaarige mich auch noch voll.

Ich kann vieles ertragen;
lass sie dreckig sein, lass sie schwitzen, lass sie Hühneraugen haben;
völlig egal, aber Füße dürfen nicht bluten.
Vor allem da ich Zeit meines Lebens nie mit Lederpflege behandelt wurde,
was ich verdammt noch mal verdient hätte!
Zum Teufel!
Ich bin ein Turnier-Tango-Schuh!

Ach was rege ich mich denn überhaupt noch auf?
Was danach passierte, ist schnell erzählt.
Unsere Rothaarige ließ sich von ihrem Tanzpartner auf ein Bett werfen.
Kichernd zog sie meinen Linken aus und ließ ihn fallen. Das war das letzte Mal, dass ich ihn sah.

Gerade als sie mich auch ausziehen wollte, zog ihr Tanzpartner mich nah zu sich ran und küsste die schmutzigen Zehen, die vorn aus meinem Leder herausguckten.
Er setzte mich aufs Bett und öffnete mein Riemchen.


Plötzlich brach ich durch die Oberfläche.
Wasser!

Die Rothaarige sprang auf; mein Absatz brach.
Dann weiß ich nur noch, dass plötzlich überall Wasser war. Durch alle Ritzen lief es, auch durch die Ritze in meiner Sohle, in der der Bierflaschensplitter steckte, der das Wasserbett aufgeschlitzt hatte.

Mein Absatz hing an einem Faden.
Die Rothaarige zog mich aus und warf mich in die Fluten.
Ich ertrank.









Ja glauben Sie wirklich, ich erzähle Ihnen hier die Geschichte eines ertrunkenen Tangoschuhs?

Es kam viel profaner. Am Ende erwischte mich der Alptraum eines jeden Schuhs.
Der Hausterrier rettete mich vor dem Ertrinken
und verbiss sich in meinem Leder.

War's das?
Ja, ich glaube, das war's!
30.6.07 18:34


Die Leselampe

So ist das mit Feiglingen: Betreten sie neues Terrain, verraten sie es niemandem. Erst, wenn sie es wenigstens ein mal ohne größere Schrammen überlebt haben, berichten sie stolz darüber.

Richtig geraten, ich bin so ein Feigling.

Vor einiger Zeit habe ich mich bei einem Lesewettbewerb angemeldet und vergangenen Samstag war ich dort. Nur Mama und Fastehemann, der es seinem besten Freund verraten hatte, leisteten seelische Unterstützung. Und dann musste ich auf die Bühne und meine Hände tanzten den Tango mit meinem Textbuch, während ich "War's das" vortrug.

Trotzdem - unglaublich, aber wahr! Ich habe gewonnen!
Ich bekam eine niedliche Leselampe zum Ausrollen und ein Zertifikat, das nun gerahmt neben mir steht.

Mein erster Preis.

Danke, dass ich mitlesen durfte

Übrigens ist die Leselampe kein einfacher Lesewettbewerb, sondern eine verzaubernde Samstagnachmittagvergnüglichkeit.

Es lasen 11 Autoren ihre unterschiedlichen Werke vor - eine blonde, ledige Lufthansaangestellte und ihr Kampf gegen die Klischees dieser Welt, Gereimtes mit einem nackten Hahn, Hügelgräber, in denen die treu sorgende Ehefrau Hund & Ehemann vergraben hatte, ein Toter, der über seine letzten Tage im Hospiz berichtete und vieles mehr.

In den Pausen wurden wir von Bernd Schultz und Lorenz Görtzen unterhalten.
Den Rauchern, die ihrer Lust draußen nachgehen mussten, entging ein Ohrenschmaus:
Gitarrengesang - humoristisch, sarkastisch, vergnüglich.
Wenn Ihr diese Namen irgendwo lest, dann schenkt ihnen für ein oder zwei Lieder Eure Ohren. Sie werden Euch garantiert zum Lachen bringen. ...und dann haben sie Euch

Wer sich ein wenig die Beine vertreten wollte, konnte die Werke von Irmel Droese bewundern oder sich einen Überblick über die ausliegende Literatur schaffen.

Mit der publikumsentscheidenden Preisverleihung endete diese rundum gelungene Veranstaltung.

Es gibt schon einen Termin für die nächste Leselampe:
24. November 2007


Herzlichen Dank der Leiterin dieser schönen Veranstaltung Dr. Elisabeth Kuhs.

Herzliche Grüße

Eure Sandra
23.6.07 23:29


Lit_Box

Die Lit_Box - welch verwirrendes Ereignis. Es war spannend und lustig, laut und bunt, beängstigend und fantastisch. Augen und Ohren nahmen teil und manchmal auch die Härchen an meinen Armen.

An diesem Abend ist ein Kunstwerk entstanden. Vielen Dank, dass ich mitwirken durfte.

Und dann noch… Etwas, das ich geschrieben habe, steht heute auf der ersten Seite im Lokalteil Velbert der WAZ. Ich bin immer noch ganz überwältigt. Noch nie hat mich jemand zitiert.

Schaut mal: WAZ: Öffnet die Schleusen

Schöne Pfingsten

salzhering
26.5.07 16:33


Lit_Box

Liebe Freunde,

es ist bald so weit, das große Projekt Lit_Box = Literatur + Musik startet.

Ich lese um 20:07 und 21:55 Uhr und wer das erleben möchte, sollte unbedingt hierher kommen:

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Donnerstag, 24.05.2007, 20 Uhr
in der Zentralbibliothek Velbert-Mitte
im Forum Niederberg
Oststrasse 20


www.stadtbuecherei-velbert.de

Ich freu mich darauf, Euch dort zu sehen!

Herzliche Grüße
salzhering
14.5.07 19:49


Autoren gesucht!

+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +
:: Lit_Box :: komm in die kiste ::

Literatur + Musik = 120 Minuten Klangcollage
Donnerstag, 24.05.2007
20.00 Uhr
Zentralbibliothek Velbert-Mitte
im Forum Niederberg


Das Publikum erlebt eine Lesung der etwas anderen Art: Aus Literatur und Musik entsteht eine 120-minütige Klangcollage, gemischt von einem Regisseur und einem DJ.

Auf der Bühne stehen drei Boxen (ungefähr so groß wie eine Passfotobox, Sichtfenster zum Publikum), in denen Autoren aus ihren eigenen Werken lesen – ein Autor in jeder Box.

Die Regeln für die Autoren:
- pro Autor ein Zeitlimit von ca. 10 Minuten, danach wird gewechselt
- keine rassistischen, diskriminierenden oder beleidigenden Texte.
Regisseur und DJ mischen Ausschnitte der gelesenen Texte aus den drei Boxen mit Musik. Dabei weiß der Autor nicht, ob seine Stimme für das Publikum zu hören ist oder nicht. Zusätzlich werden klassische Texte, die vorab aufgenommen wurden, mit der Live-Lesung und der Musik gemischt.

Welche Musik gespielt wird, entscheidet der Dj spontan: Techno? Volksmusik? Blues? Jazz? Rock, Pop, Klassik …?
Auf welche Art die Autoren ihre Texte vortragen, bleibt ihrer Kreativität überlassen.

So entsteht eine Klangcollage - Bekanntes und oft Gelesenes trifft auf Werke von noch unbekannten Autoren, Literatur trifft auf Musik.

Die Klangcollage wird mitgeschnitten, erst im Nachhinein erfahren die mitwirkenden Autoren, welche ihrer Textabschnitte das Publikum gehört hat.

Ein spannendes Experiment mit hoffentlich ganz und gar ungewöhnlichem Ergebnis.

Die Lit_Box ist ein Kooperationsprojekt des Deutschen Schloss- und Beschlägemuseums und der Stadtbücherei Velbert anlässlich der Neanderland-Biennale 2007.

+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Sehen wir uns dort?

Herzliche Grüße
salzhering
1.4.07 21:23


Matinee-Konzert

"Gedanken zu Anne Frank"

Heute habe ich die Ehre, unsere nächste Lesung anzukündigen.

Sie ist für mich etwas ganz Besonderes, denn ich trage den Text, den ich für diesen Anlass geschrieben habe, nur ein einziges Mal vor und ich werde ihn nicht auf diesem Blog veröffentlichen. Er ist einzig dem Matinee-Konzert "Gedanken zu Anne Frank" vorbehalten.

Wer das erleben möchte, ist herzlich willkommen...

Sonntag, 25. März 2007, um 11 Uhr
im VHS-Gebäude, Raum 01
Nedderstraße 50, Velbert


Herzliche Grüße
salzi
19.3.07 19:33


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de!