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War's das?

Erlebt die letzten Sekunden im Leben eines Schuhs!

Warum?

Na, weil...

1. …ich meine "Über-" Seite neu gestaltet habe. Schaut mal vorbei

2. …ich einen Geheimtipp für Euch habe:
Wer immer schon mal Lust dazu hatte oder wer es einfach mal ausprobieren möchte, dem sei verraten: Es sind noch Plätze frei im Workshop meiner Dozentin Pia Helfferich: "KREATIVES SCHREIBEN für EINSTEIGER" am 17. März 2007 in Velbert

3. ...Aufzählungen mindestens 3 Punkte haben sollten.


Zur Feier des Tages möchte ich Euch jetzt also einladen, die letzten Sekunden im Leben eines Schuhs mitzuerleben. :




War's das?

Ja, ich glaube, das war's!
Ich sehe mein Leben vor meinem inneren Auge ablaufen.

Das da bin ich!
Wo, fragen Sie?
Sehen Sie die Brünette in dem engen Schwarzen?
Na ja, ich bin nicht direkt die Brünette.
Mich finden Sie etwas weiter unten.
Sehen Sie ihre Schuhe? Da bin ich… ehm… wir.
Damals waren wir noch ein Paar.
Hier sehen Sie eines unserer Turniere.

An die Brünette erinnere ich mich gut. Wir tanzten den Tango und sie hatte erfreulicherweise ihre Mitte gefunden. Sie strapazierte meinen Absatz nicht unnötig.
Ohne Neid: Sie war eine herausragende Tänzerin.
Und das verdankt sie nur mir!

Sehen Sie diese Schlusspose?
Schauen Sie sich ihre Fesseln an! Nur mein fein geschwungener Absatz lässt diese Elefantentatzen zierlich wirken.

Ach, mir wird ganz warm ums Riemchen, wenn ich meinen Linken sehe.
Wissen Sie, wir haben damals immer gewettet, ob wir diese Turniere gewinnen würden oder nicht.
Der Einsatz war immer der gleiche: Dem Gewinner gehörte in der nächsten Nacht der mit Samt ausgelegte Schuhkarton ganz alleine.
Die Turniere gewannen wir immer.
Und ich verlor immer die Wetten.
Warum, fragen Sie?
Ich verrate Ihnen ein kleines Geheimnis.
Am kleinen Zeh des linken Fußes unserer Brünetten wuchs ein nässender Fußpilz.
Wenn ich mich an den Geruch meines Linken zurückerinnere, kann ich nicht behaupten, dass ich jemals wirklich verloren habe, wenn ich draußen schlafen musste.
Insbesondere, nachdem uns unsere Brünette zuvor stundenlang misshandelt hatte.
Sie watete mit unseren vom Turnier zerschundenen Wildledersohlen durch Champagner.
Und je später der Abend, umso mehr kämpfte die Brünette um ihre kostbare Mitte und strapazierte unsere Absätze.

Wie naiv wir damals waren. Wir glaubten an das Märchen, dass Tänzer die Schuhe ewig in Ehre hielten, mit denen sie einen Sieg ertanzt hatten. Das war angeblich auch der Grund, warum sie uns zu ihren Siegesfeiern nicht auszogen.

Ja, was glauben Sie wohl?
Unsere Brünette war zu faul, sich dem Anlass entsprechend Badelatschen anzuziehen. Und so durften wir am eigenen Leibe erfahren, dass Champagner manchmal nicht nur die Zunge, sondern auch die sensiblen Nähte exklusiver Schuhe löst.
Und da waren sie plötzlich: Die Anzeichen, von denen ich glaubte, dass ich sie niemals sehen würde.
Neue Schuhe! Silbern glänzend standen sie da mit ihrem Fußrücken-Strass-Steg.
Gott, wie kitschig!

Wir wurden an eine Blondine verschenkt.
Eine Blondine, die nicht tanzen konnte.
Ständig kratzte sie unsere Sohlen auf, in der Hoffnung, das stumpfe Leder würde ihre Schrittfolgenfehler in strahlende Posen verwandeln.
Weil sie trotzdem aufgrund ihrer unkoordinierbaren Hampeleien über ihre eigenen Füße stolperte, trat sie uns!
Wütend stapfte sie auf den Boden und wenn sie besonders erregt war, trampelte sie auf den Schuhen ihrer Tanzpartner herum.

Als wir schließlich beim Tango wegrutschten, war selbst mir klar, dass sich etwas ändern musste.
Die Blondine änderte etwas.
Mein Linker und ich, wir flogen quer durch den Saal und rutschten unter eine Heizung.
Spinnweben klebten an mir.

Später spürte ich jemanden an meinem Riemchen.
Wir wurden gefunden und beim Hinausgehen in einen Mülleimer fallengelassen.
Kurz darauf wühlte ein Mann im Müll.
Er verschenkte uns an eine Rothaarige.
Sie rümpfte die Nase.
Es war empörend!
Frauen gerieten bei unserem Anblick gewöhnlich in Verzückung.
Erfreulicherweise besaß diese Göre zumindest genug Anstand, uns anzuziehen.
Krümel klebten an ihrer Fußsohle und zwischen ihren Zehen hingen Fusseln.
Wenigstens stank nicht!

Dafür stank der Ort, an dem sie tanzte.
In meiner bierdurchtränkten Sohle steckte der Splitter einer Flasche.
Meine wenigen, noch verbliebenen Nähte lösten sich langsam auf.

Bereits nach einem Tanz führte ihr Partner unsere Rothaarige von der Bühne durch den Tanzsaal in den hinteren Bereich dieses Etablissements, in dem man sich in Separees zurückziehen konnte.
Doch wir gingen weiter, den Flur entlang zum Hinterausgang.
Wir stiegen in ein Auto.
Weicher Teppichboden streichelte meine gequälten Sohlen.

Als wir wieder anhielten hörte ich in der Ferne einen Hund kläffen; vor uns war ein Kiesweg und als ob das alles nicht reichen würde, blutete die Rothaarige mich auch noch voll.

Ich kann vieles ertragen;
lass sie dreckig sein, lass sie schwitzen, lass sie Hühneraugen haben;
völlig egal, aber Füße dürfen nicht bluten.
Vor allem da ich Zeit meines Lebens nie mit Lederpflege behandelt wurde,
was ich verdammt noch mal verdient hätte!
Zum Teufel!
Ich bin ein Turnier-Tango-Schuh!

Ach was rege ich mich denn überhaupt noch auf?
Was danach passierte, ist schnell erzählt.
Unsere Rothaarige ließ sich von ihrem Tanzpartner auf ein Bett werfen.
Kichernd zog sie meinen Linken aus und ließ ihn fallen. Das war das letzte Mal, dass ich ihn sah.

Gerade als sie mich auch ausziehen wollte, zog ihr Tanzpartner mich nah zu sich ran und küsste die schmutzigen Zehen, die vorn aus meinem Leder herausguckten.
Er setzte mich aufs Bett und öffnete mein Riemchen.


Plötzlich brach ich durch die Oberfläche.
Wasser!

Die Rothaarige sprang auf; mein Absatz brach.
Dann weiß ich nur noch, dass plötzlich überall Wasser war. Durch alle Ritzen lief es, auch durch die Ritze in meiner Sohle, in der der Bierflaschensplitter steckte, der das Wasserbett aufgeschlitzt hatte.

Mein Absatz hing an einem Faden.
Die Rothaarige zog mich aus und warf mich in die Fluten.
Ich ertrank.









Ja glauben Sie wirklich allen Ernstes, ich erzähle Ihnen die Geschichte eines ertrunkenen Tangoschuhs?

Es kam viel profaner. Am Ende erwischte mich der Alptraum eines jeden Schuhs.
Der Hausterrier rettete mich vor dem Ertrinken
und verbiss sich in meinem Leder.

War's das?
Ja, ich glaube, das war's!




Vielen Dank für's Lesen

Liebe Grüße
Sandra
28.2.07 21:58


Nach der Lesung ist...

Wusstet Ihr, dass heute vor 539 Jahren Johannes Gutenberg gestorben ist?

Rote Tücher und Rosenblütenblätter schmückten die sechseckigen Tische.
Tanzschuhe, Rotwein, Rosen.
Ein Grammophon spielte den Tango, wie man ihn in Argentinien hört.

Langsam füllte sich der Saal. Unsere Gäste setzten sich auf die Stühle an den sechseckigen Tischen, manche standen in den Ecken und manche machten es sich auf dem Boden bequem.

Johannes Gutenberg hat den Buchdruck erfunden und wir, wir haben heute den Tango neu erfunden.

Ich hoffe nur, mich fragt niemand, wie groß der "Saal" war.

Hier gibt’s bald ganz exklusiv die Texte, die wir heute gelesen haben:
Literaturwerkstatt

Tolles Lied zum Zungelockern vor einer Lesung: Rubyrubyrubyruby von Kaiser Chiefs.
Vorsicht: Mitsingen kann anfänglich Krämpfe verursachen.


Und nun tauche ich ein in eine Welt, die ich nie erlebte.
Trotzdem begleitet sie vermutlich nicht nur mich, sondern jeden von uns solange wir zurückdenken können.
Wir sind aufgewachsen mit dem Wissen, dass wir etwas taten, das die Welt nie vergessen wird.

Anne Frank-Matinee am 25. März

salzhering
3.2.07 22:51


salzi live II

Es ist mal wieder so weit: Ich wage mich auf eine Bühne und lese einen Text.

Und weil ich es geschafft habe, diesen Text fehlerfrei meinem Schlafzimmerspiegel vorzulesen, lade ich Euch hiermit todesmutig ein, der Lesung meiner
Literaturwerkstatt zu lauschen.

Wir werden Euch entführen in die berauschende Welt des

"Tango"


Photobucket - Video and Image Hosting Samstag, 3. Februar 2007 um 13:45 Uhr

Wir lesen anlässlich der
Semestereröffnung
der VHS
Velbert/Heiligenhaus
Südring 161
42579 Heiligenhaus


Wir freuen uns auf Euch!

Viele Grüße
salzi
27.1.07 23:02


Können Haie weinen?

Wenn die Haie sterben, stirbt das Meer.
Andy Cobb, Botschafter Südafrika


Wusstet Ihr, dass Haifischflossen – gegessen – potenzfördernd sind?

Ich wusste das nicht, bis ich in eine Dokumentation über Haie auf "Terranova" zappte.

Ein Boot - ein Mann mit einem Messer - ein Haifisch.

Wie ein Bauer einen Salatkopf abschneidet, so schnitt der Mann dem lebenden Hai die Flossen ab.
Den Torso warf er zurück ins Meer.

Der Sprecher sagte, dass diese armen Geschöpfe noch viele Tage leiden müssen. Wenn sie nicht von ihren Artgenossen aufgefressen werden, verbluten oder ersticken sie.

~~~


Vor ein paar Jahren tauchte ich im Indischen Ozean und da sah ich sie, die Wölfe der Meere.
Beeindruckend, wie sie regungslos in der Strömung standen und auf ihre Beute warteten.

Außerdem bin ich einer der glücklichen Menschen, der einen Hai gesehen hat, der bereits auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten steht: Ich sah einen Walhai.

Seit 400 Millionen Jahren, noch bevor der erste Dinosaurier aus seinem Ei gekrabbelt ist, bevölkern Haie unsere Erde und reinigen die Meere, ganz wie die Evolution es für sie vorgesehen hat. Als Alpha-Räuber an der Spitze der Nahrungspyramide fressen sie hauptsächlich die kranken und schwachen Tiere. So halten sie den Bestand der Beutetiere gesund und im Gleichgewicht. Außerdem profitieren kleine, mit Haien mitschwimmende Fische von den Nahrungsresten.

Manchmal verwechselt ein Hai einen Menschen mit einer Robbe.
Man hat registriert, dass das etwa 100-mal im Jahr auf der ganzen Welt passiert.

Noch ein paar interessante Zahlen:

Jährlich enden etwa 10 dieser Haiangriffe auf Menschen tödlich.

Im Jahr 2000 wurden 150 Menschen durch herabfallende Kokosnüsse getötet.

Ungefähr 200 Millionen Haie sterben jährlich durch Menschenhand.

Mittlerweile stehen bereits elf Arten auf der Roten Liste und 69 Arten sind gefährdet (Internationale Naturschutzunion IUCN).

Die rote Liste:
• Weißer Hai (Carcharodon carcharias)
• Walhai (Rhincodon typus)
• Sandtigerhai (Carcharias taurus)
• Riesenhai (Cetorhinus maximus)
• Heringshai (Lamna nasus)
• Schwarzspitzenhai (Carcharhinus limbatus)
• Düsterer Hai (Carcharhinus obscurus)
• Gangeshai (Glyphis gangeticus)
• Großflossenhai / Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus)
• Schokoladenhai (Dalatias licha)
• Sechskiemenhai (Hexanchus griseus)

6.000 Tonnen getrocknete Flossen werden jährlich gehandelt.
Hauptumschlagsplatz ist Hongkong und der größte Einzelhandelslieferant für Haiflossen ist Europa.

Neben der angeblich potenzsteigernden Wirkung empfinden die Menschen in Fernost Haiflossensuppe als Delikatesse und zahlen bis zu 150 Dollar für eine Portion Knorpel.

Aber auch Produkte, die wir hier in Deutschland kaufen können, werden aus gefährdeten Tierarten hergestellt, wie zum Beispiel Schillerlocken, Seeaal und Haisteak.
In manchen Arzneien und Kosmetika ist Hai-Leberöl enthalten.

Bitte helft! Kauft so was nicht!

Wenn die Haie sterben, stirbt das Meer.
Stirbt das Meer, dann sterben auch wir.


salzhering



Quellen:
www.greenpeace.de
www.sharkproject.org
www.haiwelt.de
BR online
http://de.wikipedia.org/
13.1.07 04:40


Feldbrahti

Euch allen ein Frohes Neues Jahr!
Ich wünsche Euch Glück, Gesundheit und eine Menge Spaß!

Nach der Lesung ist vor der Lesung, sagt man.

Heute habe ich die Ehre, Euch die nächste Lesung der Literaturwerkstatt der VHS Velbert/Heiligenhaus anzukündigen. Wir wurden eingeladen, zur großen Neueröffnung der VHS Heiligenhaus am 3. Februar 2007 etwas vorzutragen.

…näheres folgt in Kürze…

Heute möchte ich Euch noch einmal meinen Text zeigen, den ich bei meiner Feuerprobe am 29. Oktober 2006 in der Neandertalhalle in Mettmann gelesen habe.

Viel Vergnügen

salzi

Feldbrahti

„Pinkeln im Stau“. Aus irgendeinem Grund steht dieses Buch in meinem Regal. Leider habe ich es nie gelesen. Was, wenn darin die ultimative Lösung steht?

Mein Vordermann schaltet den Motor aus. Er steigt aus, lässt die Tür offen stehen und geht ein paar Schritte Richtung Stauanfang.

Was, wann es plötzlich weitergeht? Darf ich ihn dann überholen?

Ich löse den Gurt und öffne den oberen Knopf meiner Jeans. Heute Abend noch werde ich dieses Buch beginnen!

Warum geht es denn nicht weiter? Oben beim Stauanfang auf der Meiersberger Straße fahren die Autos doch auch. Schon mal was von Reißverschlussverfahren gehört?

Vor mir allerdings verstummen weitere Fahrzeuge; Türen öffnen sich und neugierige Menschen machen sich auf, sinnlos hin- und herzuwandern.

Was denken sie sich nur dabei? Wegen solcher Idioten haben schon oft genug Rettungsfahrzeuge ihr Ziel nicht pünktlich erreicht.

Der Horizont verschmilzt mit den unendlichen Weiten der honigfarbenen Täler und golden glitzernden Anhöhen.

Feldbrahti, so wurde Velbert damals, im Jahre 875, genannt. Es bedeutet „prächtiges, hellglänzendes, neugerodetes Feld“.

Dieses Fleckchen Erde hat sich seinen Namen redlich verdient, dennoch steht mir im Moment der Sinn mehr nach ein wenig Privatsphäre denn nach dem wellentanzenden Weizen vor der gigantischen Kulisse des aquamarinfarbenen Himmels.

Wo ist nur der nächste Baum?
Oben bei der Querstraße stehen ein paar Büsche. Von drei Seiten einsehbar. Völlig inakzeptabel.

Meine Blase macht derweil deutlich, dass ein wenig mehr Platz in der Hose nicht das eigentliche Problem löst. Ich drehe den Schlüssel; der Motor verstummt.
Ich steige aus, sehe nach hinten. Die Blechkolonne schlängelt sich um eine der Kurven.

Bäume!
Da hinten sind Bäume.
Ziemlich weit weg.
Was, wenn es weitergeht, wenn ich dorthin unterwegs bin? Es kann schließlich jeden Moment weitergehen.

Gut, die Autos vor und hinter meinem sind fahrerlos. Niemand zu sehen. Sicher sind sie mittlerweile alle vorn und behindern die Rettungsmannschaft. Ob überhaupt schon ein Rettungswagen da ist? Ich habe keine Sirene gehört.
Dann kann es ja noch dauern, bis es weitergeht.

Die Baumwipfel winken mir aus der Ferne zu. Ob ich es so weit überhaupt noch schaffe? Was wenn nicht? Ich muss es einfach schaffen!

Entschlossen steige ich in mein Auto ein, krame das Päckchen Taschentücher aus meiner Handtasche hervor, ziehe den Schlüssel und steige wieder aus.
Sollen sie halt um mein Auto herum fahren! Ich schließe ab.

Gerade will ich loslaufen, da sehe ich die anderen blinken. Also schließe ich wieder auf, lasse mich auf den Fahrersitz plumpsen und aktiviere das Warnblinklicht.
Ich könnte schon längst dort sein!

Ich steige aus; kneife die Beine zusammen. Ein Reflex! Verdammt! Wie soll ich so laufen? Ich schließe den Wagen ab und gehe los. Keine Zeit mehr zu verlieren. Ich brauche jede Minute, jede Sekunde!

Bewegen sich die Bäume jetzt von mir weg? Sie werden kleiner mit jedem Schritt, den ich auf sie zugehe. Lachen die Krähen auf den Feldern über mich?

Erfreulicherweise erlaubt mir mein Zustand gerade noch einen aufrechten Gang. Zumindest diese Demütigung bleibt mir erspart.

Wieso hat uns Frauen die Evolution eigentlich so bestraft? Wir können nicht mal in der Öffentlichkeit unsere Notdurft erledigen. Jedes Lebewesen dieser Welt kann das! Jedes! Nur wir Frauen nicht!

Hupen.
Hupen?
Ich bleibe stehen. Sehe mich um.
Vorn fahren sie, hinten hupen sie. Weil mein Auto und der Gegenverkehr die Weiterfahrt behindern.
Ist es nicht herrlich? Sie fahren wieder. Die Autos fahren wieder.

Jetzt hätte ich mir doch fast vor lauter Freude in die Hose gemacht.
6.1.07 14:44


Es ist wieder so weit...

Es weihnachtet sehr. Wenn schon nicht draußen, dann noch nun endlich auf meinem Blog.


Liebe Freunde,

lasst Euch auf diesem Wege wunderschöne Weihnachten wünschen. Genießt die besinnliche Zeit mit Euren Lieben und lasst es dann beim Jahreswechsel ordentlich krachen!

Liebe Grüße
Eure salzi
21.12.06 23:58


Die Sensation des Jahres - endlich online

Die Sensation des Jahres 2006
Die Literaturwerkstatt der VHS Velbert/Heiligenhaus
live on stage

Und nun endlich online:
Der Nachbericht mit
Texten und Fotos
auf den Seiten der VHS!


Für alle, die unsere Lesung in der Neandertalhalle verpasst haben, wurden nun die Texte der Vortragenden und ein paar Fotos veröffentlicht.

Hier könnt Ihr den Text von "meinem ersten Mal" nachlesen: "Feldbrahti (ein bisschen runterschrollen)

Für alle, die sich nun nach dem Studieren unserer Werke ärgern, weil sie unseren Liveauftritt verpasst haben, möchte ich anmerken, dass "nach der Lesung" natürlich "vor der Lesung" ist.

Uns gibt’s bald wieder live!

Die neuesten Infos, Gerüchte und Sensationen bekommt ihr aus erster Hand. Von mir!

…wenn ich bis dahin meinen Blog nicht vollständig zerstört habe.

Herzliche Grüße

salzi
20.11.06 23:19


Ente

Ruhrgebiet, 14.11.2006 holger

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Für große Aufregung sorgte ein Aussetzer auf der bekannten und beliebten Webseite von Salzhering.
War die Seite für kurze Zeit gar nicht zu erreichen bzw. die Inhalte fast gänzlich verschwunden,
konnte die Betreiberin der Seite, Sandra T., zumindest einen Teil der Inhalte wieder herstellen.
Ein Teil der Links ist bis jetzt aber nicht auffindbar, böse Zungen behaupten, dass die Betreiberin sie
in einem Anfall leichtsinnigen Aufräumens durch die Betätigung merkwürdiger Kippschalter wohl gänzlich
vernichtet hat.
Dass die überaus beliebte Seite, die täglich die erste Anlaufstelle für viele 1000 Surfer darstellt, vermutlich
überhaupt nicht mehr herstellbar ist, will jetzt die Frauenzeitschrift "freundin" herausgefunden haben, die
dem Drama einen mehrseitigen Artikel und die Leitüberschrift der neuesten Ausgabe widmet.
Sandra T. beteuert, ihr Möglichstes zu tun, um die verloren gegangenen Inhalte, von denen Sie wahrscheinlich
keine Sicherungskopie besitzt, schnellstmöglichst wieder ins Netz zu stellen.


...geklaut von "Holger"
18.11.06 19:07


Under construction!

Ja isset denn?

Vor ziemlich langer Zeit brachte ich mir ein paar Brocken HTML bei, die mir dabei helfen sollten, meinen Blog ein wenig individuell zu gestalten. Ich schrieb sie fein säuberlich auf und speicherte wichtige Quelltexte. Dann vergaß ich die HTML-Brocken wieder.

Vorgestern wollte ich ein paar Links an meiner Bloglinkleiste ergänzen. Ganz so, wie ich es immer mache, kopierte ich auch diesmal wieder Vorlagen herein und tauschte die URLs aus. Fertig. Noch in den Generator hineinkopieren, Daten aktualisieren, Blog ansehen.

Doch unter der Navigation stand nicht - wie erwartet - meine aktualisierte Linkliste sondern… gar nichts. Meine Linkliste war verschwunden.

Ich probierte ein wenig an dem Code herum, erhielt aber immer das gleiche Ergebnis. Im Supportforum wurde gesagt, dass man in einem solchen Fall auf "Eigenes Layout wieder rückgängig machen" klicken soll. Ich tat wie man mir riet.

Mich traf der Schlag. Meine Einträge waren weg. Samt Ozean. Letzteres sollte ja auch so sein. Aber wo zum Teufel waren meine Einträge? Glücklicherweise zeigte mir mein Administrationsbereich, dass sie noch vorhanden waren. Aber er zeigte mir nicht den Zauberknopf, der sie wieder erscheinen lassen würde.

Ich änderte das Layout, löschte manuell noch einmal alles, was sich löschen ließ und probierte letztlich so viel aus, dass mich der Basis/Profi-Bereich nicht mehr speichern ließ.

Ohne Blogeinträge, dafür aber mit ein paar Links versehen schien mich der Blog anzuschreien: "Lass mich endlich in Ruhe! Heute mach ich eh nicht mehr, was Du willst." Ich gab auf. Ich schleppte mich erschöpft, verzweifelt und tagebuchvermissend ins Bett.

Heute setzte ich mich wieder dran. Immerhin gelange es mir, alles zu löschen.
Zum Schluss sah ich nur noch einen weißen Screen.
Was nicht wirklich den Kloß in meinem Hals gelöst hat.
Aber immerhin durfte ich im Basis/Profi-Bereich wieder speichern.

Und jetzt? Ich habe wohl den Zauberschalter gefunden.
Mein Text ist wieder da.
Allerdings scheint es ein Kippschalter zu sein, denn die Links sind wieder weg.

Egal, oder? Hauptsache, ich kann irgendwie meine Gedanken der virtuellen Welt aufdrängen.

Ums Aufräumen kümmere ich mich später…

Gute Nacht

salzi
10.11.06 23:04


salzi Live - ein Tatsachenbericht

Wie sagt man so schön: Wenn die Generalprobe ins Wasser fällt, wird die Premiere ein voller Erfolg.
Und was passiert, wenn die Generalprobe ohne größere Zwischenfälle verläuft?

Als der Wecker am Sonntagmorgen um 7:30 Uhr rappelte, war ich schon seit etwa einer Stunde hellwach. In meinem Kopf summte ich bereits das Lied, das mich den ganzen Tag verfolgen sollte:

Man ruft nur Flipper, Flipper, gleich wird er kommen,
jeder kennt ihn – den klugen Delfin.
Wir riefen Flipper, Flipper, den Freund aller Kinder,
Große nicht minder, lieben auch ihn.


Ich habe keine Ahnung, wann ich dieses Lied zum letzten Mal gehört habe, aber ich sollte es noch abends, als ich völlig erschlagen zu Bett ging, weitersummen. Vielleicht kann mir ein (Hobby-) Seelenklempner verraten, was mich da geritten hat.

Die Gruppe wollte sich um 9:30 Uhr in der Garderobe treffen und wir - mein Fanclub und ich - waren pünktlich um 9:29 Uhr dort. Nicht in der Garderobe, aber dafür in der Halle. Kurzentschlossen sprach ich die nächste, wichtig aussehende Person an, die mich gleich mit dem Namen unserer Dozentin ansprach und ins Schlepptau nahm. Wie ein aufgedrehter Kreisel jagte sie zu einer gigantischen Bühne: "Hier sollten Sie noch einen Tisch hinstellen, Frau Helfferich. Die Bühne kann schon recht groß werden." Während ich noch überlegte, wo ich auf die Schnelle einen Tisch herzaubern sollte, kreiselte sie weiter. Es ging hinter die Bühne zu abgeteilten Umkleideräumchen: "Hier irgendwo müsste Ihre Garderobe sein. Warten Sie hier! Nein, kommen Sie besser mit. Oder? Ach, folgen Sie mir einfach. Sie sind nicht Frau Helfferich? Macht nichts. Wo ist denn Frau Helfferich? Sie doch, nein? Okay!"

Ich war völlig verwirrt. Doch am Ende zeigte sie mir einen Raum, in dem sich kleine Mädchen in bunten Kleidchen tummelten und meinte: "Sie dürfen die halbe Garderobe nutzen." Wozu nur? Immerhin waren in dem Raum Bänke. Ob wir eine mit zur Bühne nehmen und als Tisch nutzen konnten?

Sie kreiselte weg und es war mittlerweile 9:42 Uhr - niemand Bekanntes zu sehen. Aufgrund meines fehlausgebildeten Orientierungssinns geriet ich langsam in Panik: Ob ich die Bühne jemals wieder finden würde? Glücklicherweise kam mir auf halbem Weg eine Mitstreiterin entgegen, die angekündigt hatte, dass sie vielleicht sehr spät kommen würde: Lore.

Gemeinsam fanden wir die Bühne; mein Fanclub füllte den Saal mit tosendem Applaus! Ich wollte in den Brettern, die die Welt bedeuten, einfach nur versinken. Lore gab zu bedenken, dass wir vielleicht auf der falschen Bühne standen. Bei der Generalprobe standen Stühle in einer Reihe und wir hatten ein gedachtes Mikrofon. Doch hier wurde gerade ein Piano gestimmt. Also eilten wir zu einer anderen Bühne - und da sah ich von hinten den rotblonden Haarschopf unserer Dozentin: "PIA!!!"

Nach und nach trudelten all die Stars des Morgens ein. Langsam wurden vor der Bühne die erwarteten Stühle und das Mikrofon aufgebaut und ein wenig Anspannung fiel von mir ab. Zumindest würden wir alle da sein.

Dann war er plötzlich da, der große Moment. Ein fremder Mann kündigte unsere Truppe an. Pia hieß unsere Zuhörer willkommen und übergab das Wort an Karin Pieth. Sie beantwortete mit ihren humoristischen Kurzgeschichten Fragen wie: Wo liegt Velbert überhaupt und wieso heißt Velbert eigentlich Velbert? Was an Velbert ist lila?

Dann kam mein Vortrag - in fünf Minuten klärte ich auf, wieso Velbert einst Feldbrahti hieß und verknüpfte es mit einem Problem unserer Zeit. Oder gab es dieses Problem schon früher? Vielleicht sogar schon damals, im Jahre 875?
Zwar hatte ich meinen Text mittlerweile bereits so oft gelesen, dass er mir fast langweilig vorkam, dennoch schien er dem Publikum zu gefallen. Mein erster Satz ließ sie verblüfft schauen, hin und wieder schnappte ich amüsiertes Schmunzeln und verhaltenes Kichern auf und am Ende lachten und applaudierten sie. Nein, ich habe nicht gestottert.

Lore Loock, unsere Prominente, die bereits diverse Radioauftritte gemeistert hat, stimmte das Publikum mit ihrem "Lächeln" ein. Es folgten ausgewählte, liebevoll gestaltete Gedichte zu verschiedenen Themen. Eine erste Liebeserklärung, die sicher so mancher Mann unterzeichnen würde und eine zweite an eine Lesebrille, die selbst reine Sonnenbrillenträger nachvollziehen können.

Kerstin Masuch nahm uns mit an einen Ort, den wir alle schon oft gesehen haben: Eine Haltestelle. Es war eine Reise, deren Ausgang zwiespältig ist. Obwohl ich diese Geschichte von ihr schon zum dritten Mal gehört habe, lief mir auch diesmal wieder ein Schauer über den Rücken.

Zu guter Letzt nahm uns Ulrich Schuster mit in eine Kneipe mitten in Heiligenhaus. Er ließ uns zwei ältere Herren belauschen, die sich über die großen Rätsel unserer Zeit unterhielten. Die beiden Kauze brachten das Publikum zum Brüllen mit einer fast erzählten und fast wahren Kriminalgeschichte mit Gangstern und Models mitten in Heiligenhaus. Man hätte sich kein besseres Ende unserer Vortragsreihe wünschen können.

Alles in allem bin ich der Meinung, dass wir zur falschen Zeit am falschen Ort waren.

Wir hätten um 20 Uhr auf der großen Bühne mit Orchesterbegleitung lesen sollen.
Das hätte der Qualität unserer Darbietung genüge getan.

Man ruft nur Flipper, Flipper, gleich wird er kommen …

Herzlichst

Eure salzi
30.10.06 12:38


salzi live

"Aus irgendeinem Grund hören viele Menschen einen Text lieber, als ihn selbst zu lesen.

Und sie hören ihn lieber dargeboten von einem stotternden und hustenden Dilettanten, der zufällig der Verfasser ist, als von einem Profi."


…meint Daniel Kehlmann.

Ob dem wirklich so ist?

Lesung in der Neandertalhalle
Sonntag, 29. Oktober 2006
gegen 10:20 Uhr


Neandertalhalle
Gottfried-Wetzel-Str. 7
40822 Mettmann


Und hier stellen sich die Autoren vor: Literaturwerkstatt der VHS Velbert/ Heiligenhaus

Kommt vorbei, wenn Ihr Lust habt und macht uns nervös.

Liebe Grüße
salzi
21.10.06 20:24


Aufgeräumt

Heute geht die Assistentin mit mir durch: Es wird aufgeräumt! Was nicht mehr funktioniert, wird gelöscht!

Aber… es gibt auch Neuigkeiten. Vorn weg natürlich "meine Homepage", gestaltet durch meine Mutter: www.salzhering.de

Außerdem habe ich zwei Blogempfehlungen für Euch:
DieBecky: Esoterik und mehr …mehr, wenn es z.B. um das Oktoberfest geht. Hier findet Ihr einen Tatsachenbericht aus erster Hand. Schaut mal rein: dieBecky

Ihn lernte ich vor Jahren kennen: Folker mit F. Und zwar bei einem Chattertreffen! Mittlerweile sind Jahre vergangen, Leben haben sich entwickelt, verändert. Wer hätte gedacht, dass Du so viel schreibst? Ich muss mich mal intensiver bei Dir umsehen, wenn ich wieder mehr Zeit habe.
Hier ein tragischer Urlaubsbericht von Folker.

Jetzt ist übrigens auch Nela* und ihr Kunstwerk von einem Blog wieder über meine Linkliste erreichbar. Und ist Euch aufgefallen, dass Buzi umgezogen ist? Schaut Euch das mal an: Buzi als Ratzfratz

Einen schönen Abend wünsche ich

salzi
17.9.06 00:10


Luftfürstin Sandra

Wenn ich mich so am Telefon melden würde, müsste ich SOFORT der Crew des Heißluftballon Dober eine Runde Bier ausgeben.

Warum? Nun, wenn Ihr gestattet, stelle ich mich rasch vor:

Luftfürstin Sandra,
Himmelstürmerin von der Wiese am Hexbach
zur sanften Landung auf dem Stoppelfeld bei Issenbügel


So und nicht anders muss ich mich ab heute vorstellen. Wenn nicht, muss ich der Crew… das hatten wir schon. Mir bleibt nur zu hoffen, dass die nie meine Dienstnummer herauskriegen. Dieser Name in Kombination mit unserem Firmennamen? Dann muss ich mir ganz schnell eine Sauerstoffflasche neben dem Telefon installieren lassen.

Hier ein paar Impressionen für Euch:

Aus diesem unscheinbaren Haufen (1,5 Kubikmeter)...

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…wächst mit viel Luft und Hitze ein Balloon mit einem Fassungsvermögen von 4000 Kubikmetern Volumen.

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Dann musste alles ganz schnell gehen: Ratz fatz hin zum Korb und einsteigen! Denn es ging los in luftige Höhen.

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Der Mülheimer Flughafen

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Die Essener Skyline

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Amazonas oder doch "nur" die Ruhr?

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…jedes noch so schöne Abenteuer ist irgendwann einmal vorbei. Wir landeten sanft mit drei Hopsern auf dem Stoppelfeld bei Issenbügel...

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Wer hätte gedacht, dass das Ruhrgebiet so hübsch ausschaut…

…und hier könnt Ihr so was buchen: hot air balloon

salzi
10.9.06 12:07


Meine Homepage

Hallo Ihr Lieben,

Geht’s Euch gut? Mir geht’s so lala… Diesmal befinde ich mich beruflich im Umbruch. Aber wie sagt man so schön: Steht man still, schleicht sich der Tod an. Also laufe ich weiter.

Aber nicht online. Dummerweise nimmt so eine Umorientierung sehr viel Zeit in Anspruch, so dass ich nicht mehr so oft zum Schreiben komme. Auch wenn die Ideen sprudeln, zum Ausformulieren fehlt mir die Zeit.

Dennoch war jemand fleißig und das wollte ich Euch heute zeigen. Vor endlos langer Zeit habe ich Euch ein paar Grafiken gezeigt, die meine Mutter erstellt hat. Sie war wieder äußerst kreativ. Das muss ich Euch zeigen!

Schaut Euch das hier mal bitte an:
www.salzhering.de


Ist das nicht genial? Ihr glaubt nicht, wie stolz ich auf meine Mutter bin! Ich meine, ich hätte nicht mal annähernd einen Plan, wie man so was hinkriegt!

Ich habe jetzt eine "eigene" Homepage!

Schönes Wochenende Euch allen & viele liebe Grüße

salzi
1.9.06 21:28


Italienische oder türkische Pizza?

Arkadas Otel

Wir haben falsch gedacht, dass wir der WM entfliehen könnten, wenn wir uns in ein 22-Zimmer-Hotel in einem Ort der Türkei einbuchen, der in kaum einem Reiseprospekt zu finden ist und in dem kein Bettenbunker die Landschaft verschandelt. Schon am Morgen des Spiels Deutschland gegen Argentinien kamen uns zwei vierzehnjährige Mädels stilecht in Deutschlandflaggen gewandet entgegen. Eine trug sogar einen Deutschland-Bikini.

Aber was soll ich sagen… Trotz der Flaggen und des WM-Studios fern der Heimat waren wir nicht so ganz für das Ballhinterherschauen zu begeistern. Erst als es zum Elfmeterschießen kam, mussten auch wir hinter unserer Mannschaft stehen; manchmal siegt eben doch der Patriotismus… (oder war es doch Tahirs Hartnäckigkeit???)

Über das zweite Spiel in unserem Urlaub äußere ich mich nicht – mir wurde der Mund verboten. Auf der anderen Seite rede ich ja nicht; ich schreibe. Denn natürlich darf ich auf keinen Fall Hannas Geburtstag unterschlagen; das ist die jüngste Schwester einer der beiden fünfköpfigen Familien, die wir dort kennen gelernt haben.

Nach dem Abendessen machten wir es uns in einer der Polstersitzecken gemütlich. Das sind Mini-Wohnzimmer auf Stelzen. Oder sind es Chill-out-zones? Man weiß es nicht so genau, auf jeden Fall war es dort urgemütlich.
Die beinah 17- und 14-jährigen Töchter der zwei Familien weilten in der ortsansässigen Tauchbasis von Mediha und Holger, um dieses verhängnisvolle Spiel zu verfolgen und wir spielten mit Hanna „Eckolo“. Aus Eckolo wurde nach einigen Bierchen Rikola – fragt nicht, wieso; uns erschien es damals äußerst logisch.

Die Stimmung war hervorragend, wir rechneten fest mit einem Elfmeterschießen und mit einer weiteren Erfolgsserie unseres neuen Startorwarts. Doch das Schicksal legte den Schalter um und lenkte unseren Zug von der Siegerschiene zur… Nun… wir alle haben es erlebt. Gerade hatten wir Eckolo beendet und uns zu den Fußballbegeisterten gesellt, da fiel auch schon das erste Tor. Wir hatten kaum Zeit, uns davon zu erholen, da fiel das zweite.

Selbst unsere Gastgeber waren tief bestürzt über dieses Ergebnis. Bis die Mädels wutschnaubend, die Flaggen hinter sich herziehend, angestampft kamen. Denn plötzlich vertrat Tahir eine ganz logische Theorie, warum wir verloren hatten: „…weil Ihr nämlich das Spiel in der Tauchbasis und nicht hier gesehen habt!“ Wenn Blicke töten könnten, wäre Tahir an diesem Abend vier qualvolle Tode gestorben.

Nachdem wir am nächsten Morgen am Frühstückstisch das „Hätze Wenze Aber“ von allen Seiten beleuchtet hatten und mehrfach durchgegangen sind, mussten wir fast ganz fest versprechen, ab jetzt nur noch türkische Pizza zu bestellen. Gut, dass unser hiesiger Pizzabäcker ein Grieche ist.

Und manchmal, wenn es Nacht wird, denke ich, wir hätten lieber noch weiterspielen sollen bis aus Rikola wieder Eckolo geworden wäre.
Und je länger ich darüber grüble, meine ich sogar, dass einzig und allein das Spiel Schuld hatte. Denn… die Spielsteine haben drei Ecken. Böses Omen oder doch nur Hirngespinste?

Gut’s Nächtle

salzi
13.7.06 00:11


Wo ist der Reception Desk?

Arkadas Otel

Ganz die braven Pauschalurlauber auf ungewohntem Terrain, suchten wir als erstes die Rezeption. Wer kann in einem solchen Blütenmeer an so etwas Profanes wie eine Rezeption denken?

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Wir! Schließlich muss man sich erstmal ordentlich anmelden. Also erklommen wir eine steile Treppe und… fanden uns in einem Wohnzimmer wieder. Hups!

Fluchs machten wir kehrt; doch wir waren bereits entdeckt. Am Fuße der Treppe wartete ein fürsorglich dreinschauender junger Mann in G-Star-Shirt und Shorts auf uns und begrüßte uns mit breitem Grinsen. Peinlich berührt erklärte ich ihm, dass wir in der vergangenen Nacht angereist waren und uns nun am „Reception Desk“ melden müssten. Er zeigte amüsiert zu diesem niedlichen Häuschen (links daneben könnt Ihr die Treppe erahnen):

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„But you can also sit down here and I can bring you a coffee.“
Zwar waren wir nicht sicher, ob das alles so seine Richtigkeit hatte, schließlich mussten wir ja irgendwann mal einchecken, aber der runde Tisch unter dem schwer tragenden Weinrankendach zwischen all den bunten Blüten und die Aussicht auf eine Tasse Kaffee war einfach zu verlockend.

Daran haben wir sehr gut getan, denn kurz darauf erschien der Chef des Hauses persönlich, um uns zu begrüßen. Tahir setzte sich zu uns und erklärte uns in perfektem Deutsch, was es alles in seiner Heimat zu entdecken gab. Außerdem betonte er immer wieder, dass wir jederzeit zu ihm kommen könnten, wenn wir einen Wunsch hätten. Aber nicht zum Reception Desk – natürlich – nein, wir würden ihn in seinem Office finden (die Tür rechts neben der Theke).

Was soll ich sagen? In den vierzehn Tagen habe ich hinter dieser Theke niemals jemanden gesehen. Selbst als ich Tahir an unserem letzten Tag bat, doch bitte für ein einziges Foto hinter seinem Reception Desk zu posieren, weigerte er sich.

Mich lässt der Gedanke nicht los, dass das Häuschen einzig und allein zur Verwirrung von armen Pauschalurlaubern und als Fernsehtisch für die WM diente. Aber das ist eine andere Geschichte.

Gute Nacht
salzi
10.7.06 00:31


Ein Blütenmeer in schroffer Bergwelt

Arkadas Otel

Vogelgezwitscher weckt Dich, Du pellst Dich aus Deinem Bett, öffnest die Balkontür und erblickst...

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So erging es uns vor gut 14 Tagen, nachdem wir um drei Uhr morgens – es war stockduster – vom Flughafen Antalya, Türkei, nach Adrasan (Wo ist denn das?) in unser Hotel gebracht wurden und erst am nächsten Morgen unser Glück erblicken durften.

Salzige Luft umwehte meine Nase. Als ich nach links sah, konnte ich das Meer sehen und um mich herum erhoben sich majestätische, üppig bewachsene Berge. Schwierig, dieses Wunder der Natur in Worte zu fassen; noch schwieriger, ein solches Panorama mit der Kamera einzufangen. Hier dennoch der Versuch…

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Geht’s Euch allen gut? Wart Ihr schon im Urlaub?

Es ist schön, wieder zu Hause zu sein. Trotzdem… Ich sitze hier, nasche türkischen Honig und mich zwickt das Fernweh.

Klickt Euch nicht zu weit weg, denn in den nächsten Tagen gibt’s hier mal wieder nach langer Zeit Neues zu entdecken. Habt Ihr Lust auf ein bisschen „salzi in Gefahr“? Auch wenn mich unser guter Freund Tahir, der Hotelier des Arkadas Otel, für diese Worte köpfen wird: Wir waren dort tatsächlich „in äußerster Gefahr“

Bis bald und viele liebe Grüße

Eure salzi
9.7.06 01:18


Mein Vorgarten

Vor ein paar Tagen glaubte ich, merkwürdige Geräusche in meinem Vorgarten gehört zu haben.

Heute hab ich in meiner Mailbox Fotos gefunden.

Zwei Fotos von meinem Vorgarten.

Ich frag mich, wer das kleine Mädchen ist.

Holger, kannst Du mir das sagen?

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Ich bin total begeistert! Vielen Dank, Holger!

salzi

PS: Wie geht sowas??!
28.4.06 00:15


Wann ist Ostern?

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Ostern, was ist das überhaupt?

An diesem heiligsten aller christlichen Feiertage hoppelt das Symbol der Fruchtbarkeit durch unsere Gärten, Wälder und Felder und versteckt das Symbol des werdenden Lebens… und Schokolade. Bei den Heiden wurde mit diesem Fest die Brunftzeit eingeläutet, die zu Beltane ihren Höhepunkt fand. Aber das alles weiß jedes Kind.

Die entscheidende Frage ist deshalb natürlich nicht, WAS Ostern ist, sondern WANN Ostern ist.
Zur Erinnerung habe ich hier für Euch die Ostermontage der letzten Jahre in mühsamer Recherchearbeit zusammengetragen:
17.04.2006, 28.03.2005, 12.04.2004, 21.04.2003, 01.04.2002, usw.

Verwirrend… Also, wann ist denn nu Ostern?

Bei den Germanen wurde das Fest der Göttin des Frühlings Ostara, die Frühlings- und Nachtgleiche gefeiert und zwar am 20./21. März.

Das Konzil von Nizäa entschied allerdings im Jahre 325, dass das Osterfest am 1. Sonntag nach dem Frühlingsvollmond zu feiern sei, wobei als Frühlingsanfang der 21. März gilt. Ist der 21. März ein Vollmond-Sonntag wird der darauf folgende Sonntag Ostersonntag.

Geht's noch?
Mal schauen, wann der letzte Vollmond war: Donnerstag, 13. April.
Kontrolle: Der vorletzte war am Mittwoch, 15. März, also vor dem Frühlingsanfang am 21.03.

Der Vollmond gab in diesem Jahr somit erst Mitte April den Startschuß für den Osterhasen.

Kunterbunte Ostertage Euch allen

salzi
15.4.06 00:26


Welttanznadel

Vergangenen Sonntag, am 12. März 2006, beendete ich gemeinsam mit meinem Freund und zwei befreundeten Paaren die Stufe II des Welttanzprogramms.

Wir haben an 16 Sonntagen zwölf Tänze gelernt, und zwar langsamer Walzer, Foxtrott, Discofox, Wiener Walzer, Tango, Cha Cha Cha, Rumba, Samba, Jive, Rock´n´Roll, Blues und Quickstep.

Uns wurde hochfeierlich die Welttanznadel verliehen.
Ihr glaubt ja nicht, wie stolz ich auf uns bin!

…und hier noch rasch meine Lieblingstänze fürs Protokoll ohne Wertung der Reihenfolge: Langsamer Walzer, Jive, Quickstep und die unglaubliche Rumba. Auf letztere hätte ich Lust, mich zu spezialisieren…

Tanzt jemand von Euch?

Einen wunderschönen Abend wünsche ich Euch allen

salzi
13.4.06 19:59


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