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Von gefallenen Engeln und Kaktusköpfen
Es gibt gute Gründe, einen stillgelegten Blog zu entstauben. Hier ist einer davon:
Lesung der VHS-Schreibwerkstatt Velbert "Von gefallenen Engeln und Kaktusköpfen"Wenn bildende Kunst und Literatur aufeinanderprallen, entsteht knisternde Energie. Odilon Redon hat mit seinen Gemälden ein Feuerwerk an schillernden Ideen in uns entzündet, die wir Euch am Sonntag präsentieren werden. Am Sonntag, 25. Mai 2008 um 11 Uhr im VHS-Haus Nedderstraße 50 in Velbert Eintritt: 6 EURWir freuen uns auf Euch! Viele liebe Grüße salzhering
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Die Leselampe
So ist das mit Feiglingen: Betreten sie neues Terrain, verraten sie es niemandem. Erst, wenn sie es wenigstens ein mal ohne größere Schrammen überlebt haben, berichten sie stolz darüber.
Richtig geraten, ich bin so ein Feigling.
Vor einiger Zeit habe ich mich bei einem Lesewettbewerb angemeldet und vergangenen Samstag war ich dort. Nur Mama und Fastehemann, der es seinem besten Freund verraten hatte, leisteten seelische Unterstützung. Und dann musste ich auf die Bühne und meine Hände tanzten den Tango mit meinem Textbuch, während ich "War's das" vortrug.
Trotzdem - unglaublich, aber wahr! Ich habe gewonnen! Ich bekam eine niedliche Leselampe zum Ausrollen und ein Zertifikat, das nun gerahmt neben mir steht.
Mein erster Preis.
Danke, dass ich mitlesen durfte 
Übrigens ist die Leselampe kein einfacher Lesewettbewerb, sondern eine verzaubernde Samstagnachmittagvergnüglichkeit.
Es lasen 11 Autoren ihre unterschiedlichen Werke vor - eine blonde, ledige Lufthansaangestellte und ihr Kampf gegen die Klischees dieser Welt, Gereimtes mit einem nackten Hahn, Hügelgräber, in denen die treu sorgende Ehefrau Hund & Ehemann vergraben hatte, ein Toter, der über seine letzten Tage im Hospiz berichtete und vieles mehr.
In den Pausen wurden wir von Bernd Schultz und Lorenz Görtzen unterhalten. Den Rauchern, die ihrer Lust draußen nachgehen mussten, entging ein Ohrenschmaus: Gitarrengesang - humoristisch, sarkastisch, vergnüglich. Wenn Ihr diese Namen irgendwo lest, dann schenkt ihnen für ein oder zwei Lieder Eure Ohren. Sie werden Euch garantiert zum Lachen bringen. ...und dann haben sie Euch 
Wer sich ein wenig die Beine vertreten wollte, konnte die Werke von Irmel Droese bewundern oder sich einen Überblick über die ausliegende Literatur schaffen.
Mit der publikumsentscheidenden Preisverleihung endete diese rundum gelungene Veranstaltung.
Es gibt schon einen Termin für die nächste Leselampe: 24. November 2007 Herzlichen Dank der Leiterin dieser schönen Veranstaltung Dr. Elisabeth Kuhs. Herzliche Grüße Eure Sandra
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Lit_Box
Die Lit_Box - welch verwirrendes Ereignis. Es war spannend und lustig, laut und bunt, beängstigend und fantastisch. Augen und Ohren nahmen teil und manchmal auch die Härchen an meinen Armen.
An diesem Abend ist ein Kunstwerk entstanden. Vielen Dank, dass ich mitwirken durfte.
Und dann noch… Etwas, das ich geschrieben habe, steht heute auf der ersten Seite im Lokalteil Velbert der WAZ. Ich bin immer noch ganz überwältigt. Noch nie hat mich jemand zitiert.
Schaut mal: WAZ: Öffnet die Schleusen
Schöne Pfingsten
salzhering
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Lit_Box
Liebe Freunde,
es ist bald so weit, das große Projekt Lit_Box = Literatur + Musik startet.
Ich lese um 20:07 und 21:55 Uhr und wer das erleben möchte, sollte unbedingt hierher kommen:

Donnerstag, 24.05.2007, 20 Uhr in der Zentralbibliothek Velbert-Mitte im Forum Niederberg Oststrasse 20
www.stadtbuecherei-velbert.de
Ich freu mich darauf, Euch dort zu sehen!
Herzliche Grüße salzhering
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Autoren gesucht!
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Literatur + Musik = 120 Minuten Klangcollage Donnerstag, 24.05.2007 20.00 Uhr Zentralbibliothek Velbert-Mitte im Forum Niederberg Das Publikum erlebt eine Lesung der etwas anderen Art: Aus Literatur und Musik entsteht eine 120-minütige Klangcollage, gemischt von einem Regisseur und einem DJ. Auf der Bühne stehen drei Boxen (ungefähr so groß wie eine Passfotobox, Sichtfenster zum Publikum), in denen Autoren aus ihren eigenen Werken lesen – ein Autor in jeder Box. Die Regeln für die Autoren: - pro Autor ein Zeitlimit von ca. 10 Minuten, danach wird gewechselt - keine rassistischen, diskriminierenden oder beleidigenden Texte. Regisseur und DJ mischen Ausschnitte der gelesenen Texte aus den drei Boxen mit Musik. Dabei weiß der Autor nicht, ob seine Stimme für das Publikum zu hören ist oder nicht. Zusätzlich werden klassische Texte, die vorab aufgenommen wurden, mit der Live-Lesung und der Musik gemischt. Welche Musik gespielt wird, entscheidet der Dj spontan: Techno? Volksmusik? Blues? Jazz? Rock, Pop, Klassik …? Auf welche Art die Autoren ihre Texte vortragen, bleibt ihrer Kreativität überlassen. So entsteht eine Klangcollage - Bekanntes und oft Gelesenes trifft auf Werke von noch unbekannten Autoren, Literatur trifft auf Musik. Die Klangcollage wird mitgeschnitten, erst im Nachhinein erfahren die mitwirkenden Autoren, welche ihrer Textabschnitte das Publikum gehört hat. Ein spannendes Experiment mit hoffentlich ganz und gar ungewöhnlichem Ergebnis. Die Lit_Box ist ein Kooperationsprojekt des Deutschen Schloss- und Beschlägemuseums und der Stadtbücherei Velbert anlässlich der Neanderland-Biennale 2007. + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + Sehen wir uns dort? Herzliche Grüße salzhering
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Matinee-Konzert
"Gedanken zu Anne Frank"
Heute habe ich die Ehre, unsere nächste Lesung anzukündigen.
Sie ist für mich etwas ganz Besonderes, denn ich trage den Text, den ich für diesen Anlass geschrieben habe, nur ein einziges Mal vor und ich werde ihn nicht auf diesem Blog veröffentlichen. Er ist einzig dem Matinee-Konzert "Gedanken zu Anne Frank" vorbehalten.
Wer das erleben möchte, ist herzlich willkommen...
Sonntag, 25. März 2007, um 11 Uhr im VHS-Gebäude, Raum 01 Nedderstraße 50, VelbertHerzliche Grüße salzi
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Nach der Lesung ist...
Wusstet Ihr, dass heute vor 539 Jahren Johannes Gutenberg gestorben ist?
Rote Tücher und Rosenblütenblätter schmückten die sechseckigen Tische. Tanzschuhe, Rotwein, Rosen. Ein Grammophon spielte den Tango, wie man ihn in Argentinien hört.
Langsam füllte sich der Saal. Unsere Gäste setzten sich auf die Stühle an den sechseckigen Tischen, manche standen in den Ecken und manche machten es sich auf dem Boden bequem.
Johannes Gutenberg hat den Buchdruck erfunden und wir, wir haben heute den Tango neu erfunden.
Ich hoffe nur, mich fragt niemand, wie groß der "Saal" war.
Hier gibt’s bald ganz exklusiv die Texte, die wir heute gelesen haben: Literaturwerkstatt
Tolles Lied zum Zungelockern vor einer Lesung: Rubyrubyrubyruby von Kaiser Chiefs. Vorsicht: Mitsingen kann anfänglich Krämpfe verursachen.
Und nun tauche ich ein in eine Welt, die ich nie erlebte. Trotzdem begleitet sie vermutlich nicht nur mich, sondern jeden von uns solange wir zurückdenken können. Wir sind aufgewachsen mit dem Wissen, dass wir etwas taten, das die Welt nie vergessen wird.
Anne Frank-Matinee am 25. März
salzhering
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salzi live II
Es ist mal wieder so weit: Ich wage mich auf eine Bühne und lese einen Text.
Und weil ich es geschafft habe, diesen Text fehlerfrei meinem Schlafzimmerspiegel vorzulesen, lade ich Euch hiermit todesmutig ein, der Lesung meiner Literaturwerkstatt zu lauschen.
Wir werden Euch entführen in die berauschende Welt des
"Tango" Samstag, 3. Februar 2007 um 13:45 Uhr
Wir lesen anlässlich der Semestereröffnung der VHS Velbert/Heiligenhaus Südring 161 42579 HeiligenhausWir freuen uns auf Euch! Viele Grüße salzi
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Feldbrahti
Euch allen ein Frohes Neues Jahr! Ich wünsche Euch Glück, Gesundheit und eine Menge Spaß!
Nach der Lesung ist vor der Lesung, sagt man.
Heute habe ich die Ehre, Euch die nächste Lesung der Literaturwerkstatt der VHS Velbert/Heiligenhaus anzukündigen. Wir wurden eingeladen, zur großen Neueröffnung der VHS Heiligenhaus am 3. Februar 2007 etwas vorzutragen.
…näheres folgt in Kürze…
Heute möchte ich Euch noch einmal meinen Text zeigen, den ich bei meiner Feuerprobe am 29. Oktober 2006 in der Neandertalhalle in Mettmann gelesen habe.
Viel Vergnügen
salzi
Feldbrahti
„Pinkeln im Stau“. Aus irgendeinem Grund steht dieses Buch in meinem Regal. Leider habe ich es nie gelesen. Was, wenn darin die ultimative Lösung steht?
Mein Vordermann schaltet den Motor aus. Er steigt aus, lässt die Tür offen stehen und geht ein paar Schritte Richtung Stauanfang.
Was, wann es plötzlich weitergeht? Darf ich ihn dann überholen?
Ich löse den Gurt und öffne den oberen Knopf meiner Jeans. Heute Abend noch werde ich dieses Buch beginnen!
Warum geht es denn nicht weiter? Oben beim Stauanfang auf der Meiersberger Straße fahren die Autos doch auch. Schon mal was von Reißverschlussverfahren gehört?
Vor mir allerdings verstummen weitere Fahrzeuge; Türen öffnen sich und neugierige Menschen machen sich auf, sinnlos hin- und herzuwandern.
Was denken sie sich nur dabei? Wegen solcher Idioten haben schon oft genug Rettungsfahrzeuge ihr Ziel nicht pünktlich erreicht.
Der Horizont verschmilzt mit den unendlichen Weiten der honigfarbenen Täler und golden glitzernden Anhöhen.
Feldbrahti, so wurde Velbert damals, im Jahre 875, genannt. Es bedeutet „prächtiges, hellglänzendes, neugerodetes Feld“.
Dieses Fleckchen Erde hat sich seinen Namen redlich verdient, dennoch steht mir im Moment der Sinn mehr nach ein wenig Privatsphäre denn nach dem wellentanzenden Weizen vor der gigantischen Kulisse des aquamarinfarbenen Himmels.
Wo ist nur der nächste Baum? Oben bei der Querstraße stehen ein paar Büsche. Von drei Seiten einsehbar. Völlig inakzeptabel.
Meine Blase macht derweil deutlich, dass ein wenig mehr Platz in der Hose nicht das eigentliche Problem löst. Ich drehe den Schlüssel; der Motor verstummt. Ich steige aus, sehe nach hinten. Die Blechkolonne schlängelt sich um eine der Kurven.
Bäume! Da hinten sind Bäume. Ziemlich weit weg. Was, wenn es weitergeht, wenn ich dorthin unterwegs bin? Es kann schließlich jeden Moment weitergehen.
Gut, die Autos vor und hinter meinem sind fahrerlos. Niemand zu sehen. Sicher sind sie mittlerweile alle vorn und behindern die Rettungsmannschaft. Ob überhaupt schon ein Rettungswagen da ist? Ich habe keine Sirene gehört. Dann kann es ja noch dauern, bis es weitergeht.
Die Baumwipfel winken mir aus der Ferne zu. Ob ich es so weit überhaupt noch schaffe? Was wenn nicht? Ich muss es einfach schaffen!
Entschlossen steige ich in mein Auto ein, krame das Päckchen Taschentücher aus meiner Handtasche hervor, ziehe den Schlüssel und steige wieder aus. Sollen sie halt um mein Auto herum fahren! Ich schließe ab.
Gerade will ich loslaufen, da sehe ich die anderen blinken. Also schließe ich wieder auf, lasse mich auf den Fahrersitz plumpsen und aktiviere das Warnblinklicht. Ich könnte schon längst dort sein!
Ich steige aus; kneife die Beine zusammen. Ein Reflex! Verdammt! Wie soll ich so laufen? Ich schließe den Wagen ab und gehe los. Keine Zeit mehr zu verlieren. Ich brauche jede Minute, jede Sekunde!
Bewegen sich die Bäume jetzt von mir weg? Sie werden kleiner mit jedem Schritt, den ich auf sie zugehe. Lachen die Krähen auf den Feldern über mich?
Erfreulicherweise erlaubt mir mein Zustand gerade noch einen aufrechten Gang. Zumindest diese Demütigung bleibt mir erspart.
Wieso hat uns Frauen die Evolution eigentlich so bestraft? Wir können nicht mal in der Öffentlichkeit unsere Notdurft erledigen. Jedes Lebewesen dieser Welt kann das! Jedes! Nur wir Frauen nicht!
Hupen. Hupen? Ich bleibe stehen. Sehe mich um. Vorn fahren sie, hinten hupen sie. Weil mein Auto und der Gegenverkehr die Weiterfahrt behindern. Ist es nicht herrlich? Sie fahren wieder. Die Autos fahren wieder.
Jetzt hätte ich mir doch fast vor lauter Freude in die Hose gemacht.
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salzi Live - ein Tatsachenbericht
Wie sagt man so schön: Wenn die Generalprobe ins Wasser fällt, wird die Premiere ein voller Erfolg. Und was passiert, wenn die Generalprobe ohne größere Zwischenfälle verläuft?
Als der Wecker am Sonntagmorgen um 7:30 Uhr rappelte, war ich schon seit etwa einer Stunde hellwach. In meinem Kopf summte ich bereits das Lied, das mich den ganzen Tag verfolgen sollte:
Man ruft nur Flipper, Flipper, gleich wird er kommen, jeder kennt ihn – den klugen Delfin. Wir riefen Flipper, Flipper, den Freund aller Kinder, Große nicht minder, lieben auch ihn. Ich habe keine Ahnung, wann ich dieses Lied zum letzten Mal gehört habe, aber ich sollte es noch abends, als ich völlig erschlagen zu Bett ging, weitersummen. Vielleicht kann mir ein (Hobby-) Seelenklempner verraten, was mich da geritten hat. Die Gruppe wollte sich um 9:30 Uhr in der Garderobe treffen und wir - mein Fanclub und ich - waren pünktlich um 9:29 Uhr dort. Nicht in der Garderobe, aber dafür in der Halle. Kurzentschlossen sprach ich die nächste, wichtig aussehende Person an, die mich gleich mit dem Namen unserer Dozentin ansprach und ins Schlepptau nahm. Wie ein aufgedrehter Kreisel jagte sie zu einer gigantischen Bühne: "Hier sollten Sie noch einen Tisch hinstellen, Frau Helfferich. Die Bühne kann schon recht groß werden." Während ich noch überlegte, wo ich auf die Schnelle einen Tisch herzaubern sollte, kreiselte sie weiter. Es ging hinter die Bühne zu abgeteilten Umkleideräumchen: "Hier irgendwo müsste Ihre Garderobe sein. Warten Sie hier! Nein, kommen Sie besser mit. Oder? Ach, folgen Sie mir einfach. Sie sind nicht Frau Helfferich? Macht nichts. Wo ist denn Frau Helfferich? Sie doch, nein? Okay!" Ich war völlig verwirrt. Doch am Ende zeigte sie mir einen Raum, in dem sich kleine Mädchen in bunten Kleidchen tummelten und meinte: "Sie dürfen die halbe Garderobe nutzen." Wozu nur? Immerhin waren in dem Raum Bänke. Ob wir eine mit zur Bühne nehmen und als Tisch nutzen konnten? Sie kreiselte weg und es war mittlerweile 9:42 Uhr - niemand Bekanntes zu sehen. Aufgrund meines fehlausgebildeten Orientierungssinns geriet ich langsam in Panik: Ob ich die Bühne jemals wieder finden würde? Glücklicherweise kam mir auf halbem Weg eine Mitstreiterin entgegen, die angekündigt hatte, dass sie vielleicht sehr spät kommen würde: Lore. Gemeinsam fanden wir die Bühne; mein Fanclub füllte den Saal mit tosendem Applaus! Ich wollte in den Brettern, die die Welt bedeuten, einfach nur versinken. Lore gab zu bedenken, dass wir vielleicht auf der falschen Bühne standen. Bei der Generalprobe standen Stühle in einer Reihe und wir hatten ein gedachtes Mikrofon. Doch hier wurde gerade ein Piano gestimmt. Also eilten wir zu einer anderen Bühne - und da sah ich von hinten den rotblonden Haarschopf unserer Dozentin: "PIA!!!" Nach und nach trudelten all die Stars des Morgens ein. Langsam wurden vor der Bühne die erwarteten Stühle und das Mikrofon aufgebaut und ein wenig Anspannung fiel von mir ab. Zumindest würden wir alle da sein. Dann war er plötzlich da, der große Moment. Ein fremder Mann kündigte unsere Truppe an. Pia hieß unsere Zuhörer willkommen und übergab das Wort an Karin Pieth. Sie beantwortete mit ihren humoristischen Kurzgeschichten Fragen wie: Wo liegt Velbert überhaupt und wieso heißt Velbert eigentlich Velbert? Was an Velbert ist lila? Dann kam mein Vortrag - in fünf Minuten klärte ich auf, wieso Velbert einst Feldbrahti hieß und verknüpfte es mit einem Problem unserer Zeit. Oder gab es dieses Problem schon früher? Vielleicht sogar schon damals, im Jahre 875? Zwar hatte ich meinen Text mittlerweile bereits so oft gelesen, dass er mir fast langweilig vorkam, dennoch schien er dem Publikum zu gefallen. Mein erster Satz ließ sie verblüfft schauen, hin und wieder schnappte ich amüsiertes Schmunzeln und verhaltenes Kichern auf und am Ende lachten und applaudierten sie. Nein, ich habe nicht gestottert. Lore Loock, unsere Prominente, die bereits diverse Radioauftritte gemeistert hat, stimmte das Publikum mit ihrem "Lächeln" ein. Es folgten ausgewählte, liebevoll gestaltete Gedichte zu verschiedenen Themen. Eine erste Liebeserklärung, die sicher so mancher Mann unterzeichnen würde und eine zweite an eine Lesebrille, die selbst reine Sonnenbrillenträger nachvollziehen können. Kerstin Masuch nahm uns mit an einen Ort, den wir alle schon oft gesehen haben: Eine Haltestelle. Es war eine Reise, deren Ausgang zwiespältig ist. Obwohl ich diese Geschichte von ihr schon zum dritten Mal gehört habe, lief mir auch diesmal wieder ein Schauer über den Rücken. Zu guter Letzt nahm uns Ulrich Schuster mit in eine Kneipe mitten in Heiligenhaus. Er ließ uns zwei ältere Herren belauschen, die sich über die großen Rätsel unserer Zeit unterhielten. Die beiden Kauze brachten das Publikum zum Brüllen mit einer fast erzählten und fast wahren Kriminalgeschichte mit Gangstern und Models mitten in Heiligenhaus. Man hätte sich kein besseres Ende unserer Vortragsreihe wünschen können. Alles in allem bin ich der Meinung, dass wir zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Wir hätten um 20 Uhr auf der großen Bühne mit Orchesterbegleitung lesen sollen. Das hätte der Qualität unserer Darbietung genüge getan. Man ruft nur Flipper, Flipper, gleich wird er kommen … Herzlichst Eure salzi
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salzi live
"Aus irgendeinem Grund hören viele Menschen einen Text lieber, als ihn selbst zu lesen.
Und sie hören ihn lieber dargeboten von einem stotternden und hustenden Dilettanten, der zufällig der Verfasser ist, als von einem Profi."
…meint Daniel Kehlmann.
Ob dem wirklich so ist?
Lesung in der Neandertalhalle Sonntag, 29. Oktober 2006 gegen 10:20 Uhr
Neandertalhalle Gottfried-Wetzel-Str. 7 40822 MettmannUnd hier stellen sich die Autoren vor: Literaturwerkstatt der VHS Velbert/ Heiligenhaus Kommt vorbei, wenn Ihr Lust habt und macht uns nervös. Liebe Grüße salzi
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Luftfürstin Sandra
Wenn ich mich so am Telefon melden würde, müsste ich SOFORT der Crew des Heißluftballon Dober eine Runde Bier ausgeben.
Warum? Nun, wenn Ihr gestattet, stelle ich mich rasch vor:
Luftfürstin Sandra, Himmelstürmerin von der Wiese am Hexbach zur sanften Landung auf dem Stoppelfeld bei Issenbügel So und nicht anders muss ich mich ab heute vorstellen. Wenn nicht, muss ich der Crew… das hatten wir schon. Mir bleibt nur zu hoffen, dass die nie meine Dienstnummer herauskriegen. Dieser Name in Kombination mit unserem Firmennamen? Dann muss ich mir ganz schnell eine Sauerstoffflasche neben dem Telefon installieren lassen. Hier ein paar Impressionen für Euch: Aus diesem unscheinbaren Haufen (1,5 Kubikmeter)...  …wächst mit viel Luft und Hitze ein Balloon mit einem Fassungsvermögen von 4000 Kubikmetern Volumen.   Dann musste alles ganz schnell gehen: Ratz fatz hin zum Korb und einsteigen! Denn es ging los in luftige Höhen.    Der Mülheimer Flughafen   Die Essener Skyline  Amazonas oder doch "nur" die Ruhr?    …jedes noch so schöne Abenteuer ist irgendwann einmal vorbei. Wir landeten sanft mit drei Hopsern auf dem Stoppelfeld bei Issenbügel...  Wer hätte gedacht, dass das Ruhrgebiet so hübsch ausschaut… …und hier könnt Ihr so was buchen: hot air balloon salzi
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And the Oscar goes to...
Meine lieben Celebrity Gossip Fans,
es ist mal wieder so weit! Die letzten Wochen in der Regenbogenpresse waren nur die Vorboten. Unsere geliebten Stars und Sternchen ließen keinen Zweifel, sie bombardierten uns mit skurrilen Nachrichten. Jeder Skandal, jede Trennung, jede entblößte Brust und jedes Gerücht um Heirat schien nur auf ein einziges Ereignis hinzuwirken: Auf den Jahreswechsel des Glamour.
Das 78ste Schaulaufen schickt endlich wieder seine Goldmännchen ins Rennen. Papa Hanks hat glücklicherweise sein siebenminütiges Benimm-Dich-Du-kriegst-nen-Oscar-Video einige Tage im Voraus an die nominierten Kinderchen verschickt und kann sich nun voll und ganz der Aufgabe widmen, den Roten Teppich auszuklopfen.
Denn jetzt heißt es warten. Doch Warten ist so quälend, so schrecklich unbefriedigend, wenn weltbewegende Fragen in der Luft schweben. So zum Beispiel die Frage, welche Farbe Julia Krenschs Kleid haben wird.
Gut, dieser nahezu geniale Werbegag unserer Nominierung holt einen nicht so wirklich hinterm Ofen hervor. Frau Krensch sollte mal ein wenig bei ihren Hollywood-Pendants abgucken, wie man so was richtig macht.
George Clooney, schon Wochen vor dem Abend der Abende DER Mann des Abends.
Denn… Wer zeigt sich an seiner Seite auf dem roten Teppich? Die Liste der in Frage kommenden Hollywoodschönheiten ist schier endlos und wächst stündlich. Er trumpft sogar gleich zweimal auf: Wird Roseanne Barr Clooneys Nacktfoto mit der Groucho-Marx-Brille auf seinem besten Stück noch rechtzeitig finden, um auch mal wieder in den Medien zu erscheinen?
Die Damen der Glitzerwelt stehen dem aber in Nichts nach: Wird Ausnahmetalent Paris Hilton ihr himbeerfarbenes Designernichts gegen einen neuen Dackel eintauschen und zeigen sich der heilige Tom und seine geliebte Katie demonstrativ schmusend oder stimmen die Trennungsgerüchte etwa?
Pünktlich zum final Countdown wurde Hollywoods Vorzeiggeweltfriedenretterin Angelina Jolie mit ihrem Betthäschen in Berlin gesichtet und Lindsay Lohan entblößte ihre Brust! Während die zweite Meldung ja nun mehr als überfällig war, brennt nun die Frage in mir: Was bitte machen Brangelina in Berlin? Wir erinnern uns: "Es gibt doch nun wirklich wichtigeres, als über den roten Teppich zu laufen."
Doch in diesem Jahr gibt’s nicht nur Skandale aus dem Privatleben der Stars. Die Academy Awards überraschen mit außerordentlich spektakulären Nominierungen. Denn was fehlt? Genau! Der Blockbuster. Statt dessen steht die diesjährige Verleihung im Zeichen des Skandals. Heathbaby als schwuler Cowboy - sicher ein Hochgenuss für alle Slasher unter Euch.
Doch man mag es kaum glauben: Es gibt es auch Kritiker. So hat sich zum Beispiel die Santa Fe Christian School in San Diego abfällig geäußert. Stellen wir uns die berechtigte Frage: Was zum Teufel hat diese Schule mit dem Drama zu tun? Nun, Michelle Williams, sittsam christlich ausgebildet in vorgenannter Schule spielte die Frau des schulen Cowboys. Um eines mal klarzustellen: Frau Williams repräsentiert mit dieser Rolle nicht - ich wiederhole - nicht die Werte dieser Institution.
Wollen wir gespannt sein, ob dieser Film die Werte der Academy repräsentiert.
Happy Starwatching
salzi
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Neuland
Patrick kam aufgeregt die Treppen herunter gelaufen: „Mama, müssen wir uns denn nicht impfen lassen?“
„Nein, diesmal nicht.“
„Aber Du hast doch gesagt, dass wir uns immer impfen lassen müssen, wenn wir verreisen.“
„Nicht immer, Schatz. Für so eine kurze Reise brauchst Du keine Impfung.“
„Warum hast Du das denn dann gesagt? Bestimmt, weil ich Angst vor der Spritze hatte!“
Mama sah von ihrem Roman auf. Ein Schmunzeln lag auf ihren Lippen: „Ach Schätzchen, ich würde Dich nie anlügen.“
Patrick war sich da nicht so sicher. Andererseits war es so ja besser, so ohne Spritzen.
Plötzlich fiel ihm etwas ein. Eilig lief er hoch in sein Zimmer und durchwühlte den Kleiderschrank. Er zerrte einen kleinen blauen Beutel hervor und lief damit zurück zu seiner Mutter.
„Mama? Darf ich den neuen Regenmantel mitnehmen?“
„Den wirst Du aber nicht brauchen, Schatz.“
Patrick band sich unwillig den Beutel um die Hüften. „Ich will den aber mitnehmen! Was ist denn, wenn wir wieder wie letztes Mal ein Unwetter haben? Weißt Du noch? Da sind wir doch extra um den ganzen Globus geflogen, und dann haben wir trotzdem ganz lange Regen gehabt.“
„Glaub mir, Patrick, da, wo wir heute hinfahren wird es kein Unwetter geben.“
„Warum?“
„Weil es da so was nicht gibt.“
„Und warum nicht?“
„Weil Donnerwetter immer ohne Regen daher kommen.“
Patrick grinste: „Warum denn?“
Mama setzte sich auf und winkte Patrick zu sich herüber. Er kletterte auf ihren Schoß.
„Schätzchen, hör auf zu fragen. Es soll doch eine Überraschung sein. Und Du weißt ja, die Neugier ist der Katze Tod.“ Sie lächelte und stupste Patrick mit dem Finger an die Nasenspitze.
„Ich bin keine Katze“, murrte er.
„Na gut, ein klitzekleines bisschen verrate ich Dir.“ Lächelnd kniff sie ihm in die Wange: „Du wirst grenzenloses Neuland betreten.“
Sie hielt inne und betrachtete Patrick. Dann atmete sie tief ein und fuhr fort: „Aber bevor ich Dir mehr verraten kann, musst Du zuerst etwas lernen.“
„Was denn?“
„Wie man möglichst unbemerkt reist. Das ist sehr wichtig.“
„Das kann ich schon. Maike hat mir das beigebracht.“
„Na gut. Dann wollen wir mal sehen, wie unauffällig Du bist. Wie heißt Du?“
„Patrizius.“
„Gut, und wenn jemand fragt, wer ich bin, was sagst Du dann?“
„Du bist Elizabeth, meine Schwester.“
Mama lächelte. „Und wenn Dich jemand fragt, woher Du kommst, sagst Du was?“
„Ich bin ein Heimatloser.“
„Sehr gut! Und was antwortest Du bei allen anderen Fragen?“
„Gar nicht! Ich verstecke mich hinter Dir oder ich laufe ganz schnell weg.“
„Das machst Du wunderbar, mein Schatz. Mit diesen Antworten wirst Du in jeder Zeit zurechtkommen.“
Plötzlich fing Patricks Herz an zu rasen und ihm wurde heiß. „Echt, Mama?“ Er riss seine Augen auf bis sie ihm fast aus den Höhlen kullerten.
Mama nickte lächelnd.
„Wir machen Zeitsprünge?“
Mama nickte immer noch!
Ja! Sie nickte!
Patrick quiekte auf und schlang seine Pummelarme um ihren Hals. „Mama! Endlich! Mama! Weißt Du, Tina hat das schon gemacht. Und Dieter auch! Und die Maike hat gesagt, dass sie schon ganz oft gesprungen ist. Mama! Jetzt werde ich auch endlich springen!“
„Atme nicht so schnell, Patrick.“
Er atmete ein.
Es ging nicht.
Mamas Hand auf seinem Rücken brannte wie Feuer.
„Weißt Du noch, was der Doktor Dir gesagt hat, was Du tun musst, wenn das hier passiert.“
Patrick nickte.
Trotzdem versuchte er, Luft in seine Lungen zu atmen.
Doch es ging nicht.
Sie waren einfach zu.
„Atme aus, Patrick!“
Ausatmen.
Er musste ausatmen.
Er kniff seine Augen zusammen und konzentrierte sich.
Ganz tief atmete er aus. Ganz tief. So tief, bis die Lungen ganz leer waren. Dann verharrte er einen Moment in der Atemleere.
Gierig saugte er so viel Luft ein, bis er glaubte, er müsse platzen. Wie gut das tat. Im Moment der Atemfülle verharrte er wieder, bevor er die Luft entweichen ließ.
Wieder und wieder atmete er kontrolliert ein und wieder aus.
Jetzt ging es wieder ganz leicht.
Vor seinen geschlossenen Augen formten sich Bilder.
Er sah sich, an der Hand seiner Mutter, wie sie zwischen den Welten wanderten.
Er spürte den Regenmantelbeutel, den er um seine Hüften gebunden hatte.
Er blickte hinter sich. Da schwebte eine dunkle Gewitterwolke.
Doch Mami und er waren schneller.
Immer.
Aus der Ferne hörte er ein Geräusch. Es kam näher, wurde lauter, deutlicher. Er hörte seinen Namen.
„Patrick.“
Die Wolke war näher gekommen. Wieder dieses Geräusch. „Patrick, hör auf mit der Träumerei!“
Die Wolke war nun fast über ihnen. „Na los, Du verpasst noch den Schulbus!“
Patrick blinzelte.
Die Wolke war weg.
Dafür drückte Mama ihm eine Butterbrotbox in die Hand und gab ihm einen Kuss auf die Stirn.
Wie sollte sie wissen, dass sie ihm damit die letzte annähernd realistische Fluchtmöglichkeit vor dem ersten Schultag nahm.
salzhering
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Daran trägt die Literaturwerkstatt
eine gewisse Mitschuld
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Farbtest
Schönen guten Abend,
ein netter Eintrag in meinem Gästebuch brachte mich dazu, auf einem ganz besonderen Blog zu stöbern. Die Besitzerin nennt sich dieBecky und sie ist Schriftstellerin. Sie hat bereits etwas veröffentlicht. Ihr neuestes Buch nennt sich "Das neue Buch der Schatten". Das Inhaltsverzeichnis liest sich äußerst interessant. Mit solchen Themen bringe ich mich gerne in Stimmung für meine neueste Story. Wenn ich es gelesen habe, werde ich darüber berichten.
Dennoch, mein Interesse wanderte diesmal erstmal weiter, hin zu einem ganz anderen Thema. Nämlich, Mode, Trends, Lifestyle.
Zitat: "...viel wichtiger finde ich, seinen eigenen Stil zu finden und den auch mutig zu tragen."
Während meiner computerfreien Zeit geriet ich in einen Strudel. Ich kaufte mir neue Sachen, deckte mich mit meinen Lieblingsfarben ein und wagte ein paar neue. Böse Zungen behaupteten tatsächlich, ich wäre dem Kaufrausch verfallen
Eine Woche später ging dann zu einer Farb- und Stilberatung.
Schlechtes Timing?
Oh ja… sehr schlechtes Timing.
In der Ausschreibung stand, man solle zwei Blazer, zwei Hosen und einen Rock mitbringen. Ich brachte diese Dinge mit. Kritische Kleidungsstücke. Kleidungsstücke, die ich praktisch nie anzog.
Ich wollte wissen, warum ich sie nie anzog. Schließlich hab ich sie ja irgendwann mal gekauft.
Genau so stellte ich mich auch vor: Ich kaufe immer irgendwas und dann ziehe ich es nicht an. Warum? Keine Ahnung. Dafür stehe ich aber jammernd vorm sich biegenden Kleiderschrank, weil ich nichts zum Anziehen finde.
Ja ja, es ist ein Kreuz.
Es stellte sich schnell heraus, dass ich eine Winterfrau bin. Sozusagen das typische Schneewittchen. Blaue Augen, blasse blaue Haut und aschblonde Haaren.
Schlumpfine?
Nur dass meine Haut nicht ganz so blau ist und ich nur ganz selten weiße Mützen trage.
Ich wollte es gar nicht so recht glauben.
Schneewittchen hatte doch Haare wie Ebenholz!
Doch die Beraterin bestand darauf: "Da gibt es gar keinen Zweifel, Winterfrau!"
Die Kleidungsstücke, die ich zum Beurteilen mitbrachte, waren aus allen Jahreszeiten, nur nicht Winter - natürlich - und ganz schnell stellte ich fest, dass ich einen ganzen Schrank voll mit wunderschönen Farben hatte, die mir aber leider - laut Farbberaterin - nicht besonders gut standen. Pah! Was weiß denn die!
Trotzdem… Ich war wieder shoppen. Jetzt strahlt mein Schrank in Winterfarben und meine aktuelle Haarfarbe ist ein dunkles lila. Während ich früher oft sehr blass gewirkt habe, leuchtet mein Gesicht jetzt.
Ich muss sagen, ich fühle mich in diesen Farben sehr wohl.
Mein Tipp: Farb- und Stilberatung ist sehr empfehlenswert!
Und jetzt verkleide ich mich als Hexe und erschrecke die Nachbarn!
Einen schönen Abend!
salzi
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Wenn man versetzt wird...
Schönen guten Abend!
Das könnte ein neues Hobby sein.
Spaß macht es schon irgendwie.
Aber bisher war ich nur dreimal da.
Dann kamen die Ferien und letzte Woche konnte ich nicht, weil ich krank war.
Also heute!
Aber wie der Teufel das so will, war meine Chefin heute so herrlicher Laune, dass sie gar nicht merkte, wie schnell die Zeit verging. Man konnte richtig sehen, dass sie es sich gegen 16 Uhr erstmal so richtig gemütlich gemacht hatte.
Egal! Ich musste weg!
Sie hat mich bis ultimo aufgehalten, so sehr, dass ich schon fast geglaubt habe, ich könne den Kurs heute knicken.
Doch ich erkannte einen günstigen Augenblick und flüchtete.
Schnell runter in die Tiefgarage zum Auto.
Handtasche geschickt durch die Blazerjacke getarnt im Beifahrerfußbereich untergebracht. Schlüssel, Mitarbeiterkarte, Sporttasche.
Ab zum Foyer WC, umziehen.
Keine 5 Minuten später heizte ich los - barfuss und viel zu schnell.
Wunderbar! Die Autobahn war frei! Zum ersten Mal in dieser Woche! Na ja, kein Wunder, die Rushhour ist ja Freitags früher, nicht erst um 17 Uhr. Dafür staute es sich auf den Landstraßen.
Kennt Ihr diese Ampelschleicher? Sie beginnen mit ihrem Landeanflug auf die Haltelinie so nah vor der Ampel, dass man sie nicht mehr gefahrlos überholen kann, aber so weit von der Ampel weg, dass man kurz davor ist, den Verstand zu verlieren. Man fragt sich ernsthaft, wie man so langsam fahren kann, ohne zu bremsen.
Geil, wenn die wie ein geblendetes Häschen in den Rückspiegel schauen, wenn man mal hinter ihnen den Motor heulen lässt *hehe*
Nicht, dass ich so was Unanständiges tun würde…
Um 3 Minuten nach halb 6 war ich endlich da!
Ich schnappte mir den Jutesack und hetzte die Treppe hinauf.
Ein Raumteiler versperre mir den Weg.
Mir wurde etwas mulmig zumute, als ich ihn beiseite schob.
Es war so ruhig.
Da oben war niemand.
Doch, eine Frau schob Regale durch die Gänge.
"Wir sind gleich raus! 5 Minuten noch."
Ach?
Außer dieser Frau war da tatsächlich niemand.
Mit wenig Hoffnung fragte ich sie, ob der Kurs woanders stattfinden würde.
Sie glaubte nicht. Aber beschwören konnte sie es nicht.
Hm!
Schade.
Ein schönes Wochenende Euch allen
salzi
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Teure Erkältung
Heute hat mich folgende Nachricht fasziniert: Arbeitgeber wollen bei Krankheit Lohn kürzen!
Warum sollen die Arbeitgeber eigentlich alleine dafür zahlen, wenn ein Arbeitnehmer krank wird?
Genau! Warum soll man Menschen bezahlen, wenn sie nicht arbeiten? Sitzen zu Hause, lassen den lieben Gott einen guten Mann sein und ihre Arbeit andere tun. Zugleich versuchen die Kollegen das klaffende Loch zu stopfen, machen Überstunden, die auch noch die armen Arbeitgeber bezahlen müssen! Kann mal bitte einer ausrechnen, was das alles kostet???
Gut - mag mancher sagen - die Familie muss sicher leiden, wenn Papa krank ist und kein Geld mehr nach Hause bringt. Vielleicht steckt er noch Frau und Kinder an, so dass die ganze Familie ausfällt. Stelle man sich nur die Kettenreaktion vor, wenn die Kinder im Kindergarten die Viren verteilen. Wie viele Mamas und Papas dadurch regelmäßig der Arbeit fern bleiben!
Dem wird jetzt ein Riegel vorgeschoben. Der kranke Papa kann ab heute wählen. Er muss ja nicht zu Hause bleiben. Er kann ja genauso gut zur Arbeit kommen. Dort kann er dann mit einem Bruchteil seiner normalen Kapazität den ganzen Tag über Fehler machen und locker flockig seine Kollegen und - mit ein bißchen Glück - auch den Chef anstecken.
Oder er fährt sich im Fieberwahn zu Tode.
Ich muss zustimmen; dieser neuen Ansatz wird Deutschland vorwärts bringen. Ganz sicher werden so Arbeitsplätze geschaffen und die Wirtschaft wird angekurbelt!
salzhering
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Kampf der Geschlechter ~ 2
Ich stoße mich von ihrer Pfote ab.
KEHLE!
MAGEN!
UNERTRÄGLICHE SCHMERZEN!
Ich platze: "Zieh mir endlich dieses Ding aus!"
Sie streichelt mich.
Ich versuche es etwas liebevoller. Ich kuschle mich an sie und säusle: "Zieh mir das Ding aus! Bitte!" Noch ein leises Schnurren hinterher.
Jetzt gibt sie diese komischen Laute von sich.
Und sie streichelt mich.
Ich höre den Ton, den sie immer macht, wenn sie mir Futter geben will. Vielleicht hilft ein wenig Diplomatie: "Ich will gar kein Futter. Kannst du mir dafür dieses Ding abnehmen? Danke!"
Sie muss doch auch spüren, wie sehr das beim Streicheln stört!
Nein, sie versteht es nicht. Sie versteht es einfach nicht!
Aber warum gebe ich ihr die Schuld? Sie weiß es ja nicht besser.
Da unten sitzt er!
Der, dem ich dieses neueste Folterwerkzeug zu verdanken habe!
Der, der dafür heute noch ganz derbe Haue kriegt.
Ich fauche ihn an: "Wärst du gestern nicht raus gerannt, dann hätte SIE den Nachbarsjungen nicht gesehen und dann hätte sie das Geschirr nicht gekauft. Es ist immer so! Du machst Unfug und sie bestraft uns beide!"
"Das stimmt doch gar nicht! Sie belohnt uns! Wir dürfen raus!"
So was Dämliches hab ich schon lange nicht mehr gehört: "Ich kann auch ohne dieses Ding rausgehen!" Der ist nicht nur lästig, sondern auch noch blöd!
Er setzt sein Versöhnungsgesicht auf: "Ich doch auch, Schnäuzelchen! Ich habs doch gestern bewiesen! Überleg mal, wie oft ich es schon bewiesen habe."
Oh nein, erzählt mir jetzt nicht von deinen Heldentaten!
Mal ganz nebenbei erwähnt, warum muss ich eigentlich diese Erniedrigung ertragen, als erwachsene Frau getragen zu werden und dieser Idiot darf auf dem Boden sitzen?
Ich fauche ihn an: "Nenn mich niemals wieder SCHNÄUZELCHEN!!!"
Sein Schwanz bauscht sich auf und sein vorwurfsvolles Fauchen trifft mich mitten ins Gesicht.
Tolle Antwort. Mal sehen, was du hierzu zu sagen hast: "Hau doch endlich ganz ab! Ich kann dich schon lange nicht mehr ertragen. Du weißt doch, wo's rausgeht! Geh einfach!"
Seine Ohren legen sich an.
Sein Schwanz zuckt.
"Du hast es richtig verstanden! Ich will, dass du mein Revier verlässt!"
Sein Blick wird steinern.
Er faucht. Ihm gehen also die Argumente aus! Auch gut! Das beeindruckt mich nicht mehr: "Soll ich dich noch mal verprügeln? Hm? Nein? DANN HAU AB!"
Das hat gesessen!
Panisch rennt er weg.
Ich springe hinterher.
Doch ich kann nicht.
Mein Mensch greift mir zwischen die Beine.
NEIN! NICHT DAS!
Ihre Pfote gleitet immer weiter,
bis sie exakt an der Stelle liegt,
an der mein Bauch so weh tut.
Ich rülpse. Mir wird schlecht.
Sie hebt ihre Pfote.
Mein ganzes Gewicht drückt in meinen schmerzenden Bauch.
Ich muss sterben.
Im nächsten Moment spüre ich Erlösung.
Mit der anderen Pfote hält sie meinen Po.
Eine Sekunde länger und ich wäre wirklich gestorben!
salzhering
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